ING-Diba-Chef: Digitalisierung zwingt Banken zu mehr Innovation

Amsterdam (APA/dpa) - ING-Diba-Chef Roland Boekhout sieht in der Bankenbranche noch erheblichen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. "Die Branche braucht bei neuen Services eine stärkere Trial-and-Error-Kultur: Wir brauchen mehr Bereitschaft, Dinge auszuprobieren", sagte der Vorstandsvorsitzende von Europas größter Direktbank der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

"Die Branche steht vor einer Revolution: Mobile Bankgeschäfte und die damit verbundenen Erwartungen der Kunden werden das Bankgeschäft dramatisch verändern", sagte Boekhout. "Wenn man nicht aufpasst, kann man leicht eine Entwicklung verpassen."

Er sehe nicht die Gefahr, "dass die Googles, Apples, Amazons das Bankgeschäft komplett übernehmen", sagte Boekhout. "Eine Konkurrenz bei Bezahlsystemen sind sie durchaus." Traditionellen Banken rät er, die neuen Wettbewerber ernst zu nehmen: "Wir müssen die Zusammenarbeit mit Fin-Techs suchen. Das hilft, die Innovationsbereitschaft in einer durchaus konservativen Branche voranzutreiben."

Boekhout ist überzeugt: "Die Digitalisierung des Bankgeschäfts wird auch zu einer Marktbereinigung führen. Der Fusionsdruck wird höher." Auch die ING-Diba dürfe sich nicht zurücklehnen. "Die App öffnet die Tür, dann muss man liefern. Dieser Umbau ist eine Herausforderung." Dass die Direktbank keine Filialen habe und daher traditionell in neue Technologien investiert, wertet Boekhout als Vorteil gegenüber der Konkurrenz. "In Deutschland gibt es eine gewaltige Überkapazität im Filialnetz. Da gibt es Nachholbedarf."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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