Infineon nach Gewinnschub wieder etwas optimistischer

München (APA/Reuters) - Nach einem überraschend starken Gewinnanstieg im zweiten Geschäftsquartal blickt der Halbleiterhersteller Infineon wieder etwas optimistischer auf das Gesamtjahr. "Trotz des starken US-Dollar-Gegenwinds und steigender Materialpreise werden wir unser Ziel einer Segmentergebnis-Marge von 17 Prozent im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich wieder erreichen", sagte Vorstandschef Reinhard Ploss.

Zu Jahresbeginn hatte Infineon dieses Ziel auf 16,5 Prozent heruntergeschraubt.

"Unser Wachstum steht auf vielen Säulen", erläuterte der Vorstandschef und nannte als Beispiele Antriebslösungen für E-Autos, Hochgeschwindigkeitszüge oder erneuerbare Stromerzeugung. "Daneben sehen wir einen wachsenden Bedarf bei der Stromversorgung von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz."

Im abgelaufenen Quartal kletterte die operative Marge auf 17,1 Prozent, das Segmentergebnis um sechs Prozent auf 314 Mio. Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Segmentergebnis von 298 Mio. Euro gerechnet.

"Unsere Auftragsbücher sind prall gefüllt", sagte Ploss weiter. Infineon werde deshalb im Geschäftsjahr, das am 1. Oktober begonnen hat, den Umsatz zwischen vier und sieben Prozent steigern. Bisher war ein Plus von fünf Prozent mit der üblichen Schwankungsbreite von zwei Prozentpunkten nach oben und nach unten angekündigt. Dank des Verkaufs des Geschäfts mit Hochfrequenz-Leistungskomponenten soll der Konzernüberschuss "deutlich über eine Milliarde Euro" betragen. Für das dritte Geschäftsquartal kündigte Infineon eine Umsatzsteigerung von drei Prozent plusminus zwei Prozentpunkte und eine Marge von 17 Prozent an.

Die Infineon-Aktien lagen im frühen Handel in Frankfurt 1,4 Prozent im Plus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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