Infineon-Chefin: Krise in Kärnten als Chance für Reformen nutzen

Wien/Villach - Die Vorstandschefin von Infineon Österreich, Sabine Herlitschka, will angesichts der Kärntner Budgetnöte die "massive Krise" auch als Chance für Reformen betrachten. Das Unternehmen mit Sitz in Villach sei selber direkt von den Einsparungen betroffen, sagte Herlitschka am Montag in Wien. "Die Beträge bringen uns nicht in Bedrängnis, aber natürlich merken wir das."

Das Land bemühe sich zwar sehr um Unterstützung, aber "wenn das Dach brennt müssen alle schauen, dass sie mitlöschen". Konkrete Zahlen, in welcher Höhe Infineon etwa von entgangenen Fördergeldern betroffen sei, nannte die Managerin im Klub der Wirtschaftspublizisten heute nicht. Zu den fehlenden finanziellen Mitteln für das Mikroelektronik-Unternehmen komme noch eine Image-Krise für den Standort.

Herlitschka versicherte, dass die gesamte Kärntner Industrie ihrerseits das Land unterstützen wolle. "Wir lehnen uns nicht zurück, sondern versuchen etwas beizutragen." Diesbezüglich gebe es trotz der leeren Landeskassen durchaus Möglichkeiten: Der Standort könne durch Ausbildung attraktiv sein und "die besten Köpfe" anbieten, oder sich durch "die beste Art der Zusammenarbeit" für europäische Projekte platzieren. Auch in schwierigen Situationen gebe es Chancen, "vieles davon hängt nicht mit Geld zusammen".

Ein Unternehmen sei kein Bundesland und habe andere Ziele zu verfolgen, betonte die Managerin, die seit rund einem Jahr an der Spitze des Halbleiterproduzenten in Österreich steht. Reformbedarf in Kärnten gebe es etwa im Gesundheitssystem und in der Verwaltung. Neben der wichtigen Aufarbeitung der Vergangenheit, der Geschichte der Hypo Alpe Adria Bank, müsse nun die Zukunft im Fokus stehen: "Wir brauchen eine positive Perspektive."

Infineon investiere knapp 300 Mio. Euro in die Erweiterung des Standorts Villach, erinnerte sie an die bereits im Vorjahr bekannt gegebene Investition. Bis 2017 werde ein neuer Gebäudekomplex errichtet. 200 neue High-Tech-Arbeitsplätze werden dort aufgebaut.

Wien (APA) - Der börsenotierte Caterer Do&Co verlängert die Kooperation mit der teilstaatlichen Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.). Die Zusammenarbeit wird über 15 Jahre im Rahmen der gemeinsamen Gesellschaft THY DO & CO kram Hizmetleri A. fortgesetzt - vorbehaltlich der Genehmigungen durch Unternehmensorgane und von Behörden "sowie einer zufriedenstellenden Vertragsdokumentation", so Do&Co Dienstagabend.
 

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Do&Co verlängert Kooperation mit Turkish Airlines um 15 Jahre

Maribor (APA) - Der österreichisch-slowenisch-kanadische Geschäftsmann Walter Wolf steht in Slowenien wegen Vorwürfen der Geldwäsche in Zusammenhang mit der Patria-Schmiergeldaffäre vor Gericht. Bei der Anklageverlesung vor dem Bezirksgericht in Maribor plädierte der 79-Jährige am Montag auf nicht schuldig, berichtete die Nachrichtenagentur STA.
 

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Patria-Affäre in Slowenien: Wolf wegen Geldwäsche vor Gericht

Innsbruck (APA) - Die Asfinag hat dementiert, dass die geplante temporäre Freigabe des Pannenstreifens auf der Inntalautobahn (A12) zwischen Innsbruck West und Zirl vorerst auf Eis gelegt wird. Der Geschäftsführer für Tirol und Vorarlberg, Stefan Siegele, bezeichnete dies in einer Aussendung als "völlig falsch". Der "Kurier" hatte zuvor über ein Aus für die Pannenstreifen-Freigabe berichtet.
 

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Aus für Pannenstreifen-Freigabe in Tirol: Asfinag dementiert