Industriestimmung im Euroraum erholt sich nur leicht

London (APA/dpa-AFX) - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juli nur etwas gebessert. Der vom britischen Forschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe stieg im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 55,1 Zähler, wie das Institut am Mittwoch in einer zweiten Schätzung mitteilte. Aus Österreich seien Exporteinbußen gemeldet worden.

Ein erstes Erhebungsergebnis wurde damit bestätigt. Mit dem Anstieg entfernt sich der Indikator etwas von dem im Juni erreichten eineinhalbjährigen Tiefstand. Da der Indikator deutlich über 50 Punkten notiert, signalisiert er klar Wachstum. In den einzelnen betrachteten Ländern trübte sich die Stimmung in Italien und Spanien ein, während sie sich in Deutschland und Frankreich aufhellte.

Markit berichtete über erneut nur leichte Zuwächse in der Produktion und im Auftragseingang der befragten Unternehmen. Die Sorgen wegen Zöllen und Handelsbarrieren schlagen sich in dem niedrigsten Anstieg an Exportaufträgen seit knapp zwei Jahren nieder.

Auch Markit-Chefökonom Chris Williamson konnte wenig Grund zur Freude erkennen. Das Produktionswachstum im Euroraum sei in den vergangenen beiden Monaten so schwach gewesen wie seit Ende 2016 nicht mehr. "Der Schlüssel zur aktuellen Schwäche liegt im Export." Frankreich und Österreich hätten nicht nur langsameres Exportwachstum, sondern sogar Exporteinbußen gemeldet.

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutschen werden trotz mageren Zinsen immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.
 

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Geldvermögen der Deutschen weiter gestiegen

Wien (APA) - Großbritannien wäre von einem Hard Brexit wirtschaftlich stärker negativ betroffen als die verbliebenen EU-27-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommen der VWL-Professor Harald Oberhofer von der WU Wien und der VWL-Professor Michael Pfaffermayr von der Uni Innsbruck in einer Studie. Die Exporte Großbritanniens in die EU würden 2019 um 37 Prozent einbrechen, umgekehrt würde das minus 30 Prozent betragen.
 

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Hard Brexit - Austro-Ökonomen sehen mehr Negativfolgen für UK als EU

Wien (APA) - Die NEOS bleiben dabei: Sie werden heute im Verfassungsausschuss die Verankerung des Staatsziels Wirtschaft nicht mittragen, sondern die Vertagung verlangen, betonte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie "erwartet" Verhandlungen zur UVP-Novelle über die Streichung der - per Abänderungsantrag angehängten - "NGO-Schikane".
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS lassen sich "nicht papierln"