Industrie verteidigt massive Steigerung der Dividendenquote

Seit dem Jahr 2007 stiegen die Ausschüttungen der untersuchten Industriebetriebe um 18 Prozent auf 39 Proeznt des Überschusses. Die Zahl der Arbeitsplätze legte um die Hälfte zu.

Wien. Die Industriellenvereinigung (IV) und das Aktienforum sind heute ausgerückt um die Dividendenpolitik der Großfirmen gegen die Kritik der Arbeiterkammer (AK) zu verteidigen. Eine überzeugende Dividendenausschüttung an die Eigentümer sei notwendig um sie bei Investitionslaune zu halten, und davon würden auch die Arbeitnehmer profitieren, betonte die IV.

Demnach hätten die untersuchten 50 führenden Industrieunternehmen von 2007 bis 2013 unterm Strich 39.000 Vollarbeitsplätze geschaffen. Das ist ein Anstieg von 9,3 Prozent - gleichzeitig legten die Umsätze dieser Firmen um 24,7 Prozent zu. Die Dividendenausschüttung in Prozent des Jahresüberschusses (nach Steuern) erhöhte sich um 18 Prozent auf 39,1 Prozent.

IV-Generealsekretär Christoph Neumayer betonte am Donnerstag vor Journalisten in Richtung AK, niedrige Ausschüttungen zu bejubeln sei unangebracht. "Diese hemmen nur die Investitionskraft von Unternehmen", so Neumayer. Und Robert Ottel, Präsident des Aktienforums, ergänzte: "Auch werde oftmals vergessen, dass Eigenkapitalgeber viel Risiko zu tragen hätten." Bei drei der größten Industrieunternehmen ist dies der Steuerzahler - OMV, Telekom Austria und die Post gehören noch zu einem guten Viertel bis zur Hälfte den Österreichern.

Die Dividendenausschüttungen der teilstaatlichen Betriebe gehen - entsprechend dem Staatsanteil am Unternehmen - direkt ins Budget. Während der Beitrag der Telekom Austria bei einer Dividende von 5 Cent je Aktie sehr überschaubar war, hatte die Post 67 Mio. Euro in das Budget gespült.

Die Arbeiterkammer hatte in der Vergangenheit kritisiert, dass die ATX-Industrieunternehmen 2013 weniger verdient, aber mehr an die Eigentümer ausgeschüttet hatten. Insgesamt 2,1 Mrd. Euro hätten die Aktionäre der 20 ATX-Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 erhalten.

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Standfestigkeit der EU bei den Brexit-Verhandlungen gefordert. "Wir wollen ein geordnetes Verlassen Großbritanniens, aber nicht um jeden Preis. Wir dürfen uns den Binnenmarkt nicht zerstören lassen", sagte die Kanzlerin am Montag auf dem Unternehmertag des Außenhandelsverbands BGA in Berlin.
 

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Brexit - Merkel: "Dürfen uns Binnenmarkt nicht zerstören lassen"

Wien (APA/Reuters) - Der Finanzinvestor Advent bereitet Finanzkreisen zufolge einen Börsengang oder Verkauf der Wiener Addiko Bank vor, die aus der zusammengebrochenen Krisenbank Hypo Alpe Adria hervorgegangen ist. Die Investmentbanken Goldman Sachs und Citi sollen Advent bei dem Prozess beraten, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
 

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Finanzinvestor Advent bereitet Ausstieg bei Addiko Bank vor

Berlin/Rüsselsheim (APA/dpa) - Autohersteller wie VW mussten wegen unzulässiger Abgastechnikmanipulation bereits Diesel-Fahrzeuge zurückrufen - verpflichtend. Im Abgasskandal gerät nun auch Opel zunehmend in Visier der Behörden und immer stärker unter Druck. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) will für den Autobauer einen Rückruf von rund 100.000 Diesel-Fahrzeugen anordnen.
 

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Deutschland - Rückruf für 100.000 Opel-Diesel "steht kurz bevor"