Industrie in Eurozone und Deutschland legte zu - Umfrage

Berlin - Die Geschäfte der Industrie in der Eurozone haben sich im April leicht belebt. Der Einkaufsmanagerindex kletterte um 0,1 auf 51,7 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter rund 3.000 Unternehmen mitteilte. Bereits ab 50 wird ein Wachstum signalisiert.

"Italien und Spanien sind momentan Spitzenreiter beim Wachstum, und auch in Deutschland ist der Industriesektor nach der jüngsten Delle wieder in Schwung gekommen", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Frankreich bleibt das Sorgenkind Nummer ein."

Dort signalisiert das Barometer den stärksten Wachstumsverlust seit einem Jahr. Mit den Exportaufträgen ging es sogar so kräftig nach unten wie seit drei Jahren nicht mehr. "Dies ist das einzige Land, wo es mit der Industriebeschäftigung abwärtsging", sagte Williamson mit Blick auf die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex kletterte um 1,1 auf 51,8 Zähler - vor allem dank steigender Aufträge aus dem In- und Ausland. Insbesondere aus China, Südeuropa und den USA kamen mehr Bestellungen. "Ein weiteres Zeichen, dass die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft blicken, ist der erstmalige Anstieg des Beschäftigungsniveaus in der Branche seit drei Monaten", sagte Markit-Experte Oliver Kolodseike.

Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone stieg von Jänner bis März um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag bekanntgab. Das ist der kräftigste Zuwachs seit einem Jahr und das zwölfte Quartalswachstum in Folge. Experten weisen aber darauf hin, dass der milde Winter und statistische Effekte das Wachstum beflügelt haben dürften.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro