Industrie und Dienstleister in Deutschland nahmen Fahrt auf

Berlin - Die deutsche Wirtschaft hat im März einen Zahn zugelegt. Produktion und Aufträge stiegen so stark wie seit dem vorigen Sommer nicht mehr, wie das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 800 Industriebetrieben und Dienstleistern mitteilte. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft kletterte um 1,5 auf 55,3 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit acht Monaten.

Das Barometer signalisiert mit Werten von über 50 Zählern Wachstum. "Allem Anschein nach ist die deutsche Wirtschaft wieder auf der Überholspur", sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

Trotz des billigeren Öls stiegen die Einkaufspreise erstmals seit letztem November wieder, und zwar mit der höchsten Rate seit acht Monaten. "Dies war in erster Linie auf den schwachen Euro, der die Einfuhren verteuert, und die höheren Lohnkosten zurückzuführen", fügte der Experte hinzu. Die befragten Firmen hätten die Entwicklung teilweise auch mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro begründet, der seit Jahresanfang gilt.

Der seit November 2013 anhaltende Beschäftigungsaufbau schwächte sich den Angaben zufolge zum Februar leicht ab. Der Servicesektor meldete ein solides Stellenplus, während die Beschäftigung in der Industrie nur minimal stieg. Insgesamt kletterte der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister um 0,6 auf 55,3 Zähler, während das Barometer für die Industrie um 1,3 auf 52,4 Punkte zulegte. Die Daten übertrafen jeweils die Erwartung von Analysten.

IHS: Abgekühlte Hochkonjunktur geht in die Verlängerung

Wirtschaft

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Mountain View /EU-weit (APA/dpa-AFX) - Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, soll Google eine Strafe von 4,3 Mrd. Euro im Zusammenhang mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android zahlen. Die EU-Kommission werde die Geldbuße demnach noch heute, Mittwoch, verhängen. Die EU-Kommission hat laut Reuters für 13.00 Uhr eine Pressekonferenz zu einem Kartellfall angesetzt.
 

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Kreise: Milliardenstrafe für Google wegen Marktmissbrauchs

Leipzig (APA/dpa-AFX) - Auch nach dem Sonderverkaufstag Primeday ist der Streik beim Internet-Händler Amazon in Leipzig fortgesetzt worden. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich am Mittwoch rund 400 Beschäftigte. Ziel sei es, die Abarbeitung der eingegangenen Bestellungen weiter zu verzögern, erläuterte ein Verdi-Sprecher.
 

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Weiter Streik bei Amazon in Leipzig