In Vorarlberg entstehen über 500 neue gemeinnützige Wohnungen

Bregenz - Das leistbare Wohnen bleibt im Fokus der Vorarlberger Landesregierung. Das Ziel, pro Jahr 500 gemeinnützige Wohnungen zu errichten, werde heuer erreicht, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag nach der Vorarlberger Regierungssitzung. Schon im vergangenen Jahr habe es eine signifikante Steigerung gegeben. Überdies schütte das Land 167,3 Mio. Euro an Wohnbauförderungsmitteln aus.

Die Vorarlberger gemeinnützige Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (Vogewosi) als Gesellschaft des Landes und der Gemeinden baute 2014 530 Wohnungen, in diesem Jahr befinden sich 28 Wohnanlagen mit 557 Wohnungen und drei Sozialzentren in Bau, Bauvorbereitung oder Projektierung. 18 der 28 Anlagen werden in Kleingemeinden errichtet. "Angestrebt wird, dass es mittel- bzw. langfristig in jeder Vorarlberger Gemeinde ein gemeinnütziges Wohnungsangebot gibt", sagte Wallner. Für die Neubauten wird die Vogewosi heuer etwa 20 Mio. Euro ausgeben, für Sanierungen knapp sieben Mio. Euro.

Bereits 2014 hat die Vogewosi ein Mietenstabilisierungsprogramm gestartet. Je nach Bezugsjahr der Wohnanlage wurden Obergrenzen in der Miete inklusive aller Nebenkosten und Umsatzsteuer festgelegt (acht bis neun Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche). Diese Stabilisierungsmaßnahmen für 2014 und 2015 würden den Ertrag der Vogewosi um rund 1,7 Mio. Euro mindern, führte Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz aus.

Nach Angaben von Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (ÖVP) wurden im vergangenen Jahr 1.229 Eigenheime und Wohnungen, 21 Heime im Neubau sowie 2.091 Wohneinheiten in der Wohnbauförderung des Landes unterstützt. Für Neubauförderungen wurden 101,9 Mio. Euro ausgeschüttet, im Rahmen der Wohnhaussanierungsförderung 61,5 Mio. Euro. An Wohnbeihilfe wurden 27,5 Mio. Euro ausbezahlt.

Ob die Vogewosi möglicherweise auch als Vermittler von privaten leer stehenden Wohnungen auftreten könnte, werde sich bis Ende Februar entscheiden, so Wallner. Jedenfalls habe man großes Interesse an der Nutzung des Leerbestandes, betonte Rüdisser. Wenn es gelinge, 50 bis 100 solcher Wohnungen auf den Markt zu bringen, so verringere das den Druck auf die Mieten.

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung:
 

Newsticker

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte