In Marokko geht einer der größten Solarparks der Welt in Betrieb

In Marokko geht einer der größten Solarparks der Welt in Betrieb

Marokko setzt auf Sonnenenergie: Mit dem Solarpark Noor 1 kann das nordafrikanische Land den Kohlenstoffdioxidverbrauch um 240.000 Tonnen senken.

Mit finanzieller Unterstützung der deutschen Förderbank KfW ist in Marokko eine der größten Solarenergieanlagen der Welt eröffnet worden. Am Rande der Sahara weihte der marokkanische König Mohammed VI. am Donnerstag das erste Solarkraftwerk des Landes, Noor 1, ein. Es handelt sich um den ersten Bauabschnitt eines Solarparks, der nach der endgültigen Fertigstellung der größte der Welt sein soll.

Noor 1, arabisch für Licht, hat eine Kapazität von 160 Megawatt und wird Strom für 350.000 Menschen erzeugen, wie die deutsche Förderbank KfW mitteilte. Sie unterstützte das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Bundesumweltministeriums und steuerte 115 Mio. Euro an Fördermitteln bei.

An den Gesamtkosten in Höhe von 600 Mio. Euro beteiligten sich auch die Afrikanische Entwicklungsbank, die EU, die marokkanische Behörde für Solarenergie (Masen) und private Firmen. Betrieben wird Noor 1 von Masen und der saudischen Gesellschaft Acwa Power, die vor einem Jahr auch den Zuschlag für die Solarparks Noor 2 und Noor 3 bekam.

Sie sollen den bisherigen Plänen zufolge heuer und im nächsten Jahr gebaut werden. Hier ist die KfW mit 654 Mio. Euro Förderung der größte Kreditgeber. Für Noor 4 laufen die Ausschreibungen. Am Ende soll der Solarpark eine Gesamtleistung von 580 Megawatt haben und Strom für rund 1,3 Millionen Menschen liefern. Die komplette Anlage soll eine Fläche von 30 Quadratkilometern bedecken.

Marokko stark von Stromimporten abhängig

Das Königreich Marokko mit 35 Millionen Einwohnern hat nur wenige Öl- und Gasreserven und importiert mehr Strom als jedes andere Land im Nahen Osten und Nordafrika. Zudem wird bis 2030 eine Vervierfachung des Stromverbrauchs erwartet. Angesichts der starken Sonneneinstrahlung soll nun die Solarenergie stark ausgebaut werden: Bis 2020 sollen fünf Solarparks 2.000 Megawatt Strom liefern.

Die KfW unterstütze Marokko auf vielfältige Art und Weise, unabhängiger von Energieimporten zu werden und dabei verstärkt auf klimaschonende Technologie zu setzen, erklärte die KfW. Die KfW Entwicklungsbank unterstütze auch ähnliche Projekte in anderen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens, etwa in Tunesien und Ägypten. Ziel sei es, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und den Klimawandel zu bremsen.

Meilenstein ind er Solarenergie

Mit dem bereits fertiggestellten Kraftwerk Noor 1 können die Kohlendioxidemissionen Marokkos um 240.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Nach Fertigstellung des kompletten Solarparks sollen laut KfW jährlich mindestens 800.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden werden. Sollten die bis 2020 geplanten fünf Solarparks fertiggestellt werden, könnte der Ausstoß von 3,7 Millionen Tonnen CO2 verhindert werden.

Für die Entwicklung der Solarenergie in Afrika markiert die Inbetriebnahme von Noor 1 einen Meilenstein. Denn nach offiziellen Angaben leben auf dem Kontinent immer noch 600 Millionen Menschen ohne Strom.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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