Immofinanz kompensiert geringere Mieteinnahmen mit Verkäufen

Der österreichische Immobilienkonzern Immofinanz hat geringere Mieteinnahmen aus Russland im dritten Geschäftsquartal mit höheren Erlösen aus Immobilienverkäufen nahezu kompensiert. Das operative Ergebnis ging auf 72,3 Millionen Euro von 75,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zurück, wie das Unternehmen mitteilte.

Immofinanz hatte zuletzt unter anderem drei Logistikimmobilien in der Schweiz an einen Fonds der Credit Suisse verkauft und dabei einen Preis über Buchwert erzielt. Die Erträge aus der Immobilienbewirtschaftung (Asset Management) - in denen die Mieteinnahmen aus Russland enthalten sind - schrumpften hingegen von November bis Ende Januar um rund ein Zehntel auf 78,6 Millionen Euro.

Immofinanz besitzt mehrere große Einkaufszentren im Umland von Moskau. Um den Mietern - meist große Einzelhandelskonzerne - angesichts des Rubelverfalls entgegenzukommen, gewährte ihnen das Unternehmen teils deutliche Preisnachlässe. Die Einzelhändler bezahlen ihre Miete in Dollar oder Euro. Für einige von ihnen waren die Kosten durch den Verfall des Rubel auf etwa das Doppelte gestiegen. Bestimmten Mietern hatte Immofinanz bis März fixe Wechselkurse für ihre Zahlungen angeboten. "Aus heutiger Sicht kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Geltungszeitraum für bestehende Mietreduktionen verlängert wird", sagte eine Sprecherin.

Angesichts des stark schwankenden Rubels legte sich Immofinanz weiterhin nicht fest, ob die Aktionäre die für das bis Ende April laufende Geschäftsjahr 2014/15 versprochene Dividende von 15 bis 20 Cent erhalten. "Die Zahlung einer Bardividende ist von der Erzielung eines ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns abhängig", erklärte die Firma. Nach den ersten drei Quartalen lag der Nettogewinn bei gut 79 Millionen Euro.

Angebotspreis "völlig unzureichend"

Im Rahmen der Bekanntgabe der Zahlen zu den ersten drei Quartalen ist auch das freiwillige öffentliche Teilangebot der CA Immo und O1 Thema gewesen. Erneut wies Immofinanz-CEO Eduard Zehetner das Angebot zurück.

"Wenngleich wir uns über Interesse an unserem Unternehmen und neue Aktionäre freuen, halten wir beide genannten Angebotspreise (2,51 Euro bzw. 2,80 Euro) für völlig unzureichend, um den Wert unserer Aktie abzubilden. Es freut uns aber, dass man sich unserer Strategie anschließt und osteuropäischen Portfolios in der Branche wieder viel Ertragspotenzial zutraut."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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