Immobilienfonds - VKI-Sammelklage gegen Hypo Steiermark vor Gericht

Ab morgen, Donnerstag, wird am Handelsgericht Wien die Sammelklage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gegen die Hypo Steiermark verhandelt. Es geht um Schadensersatz aus der Fehlberatung von über 30 Anlegern in MPC Immobilienfonds. Mitangeklagt ist auch die in Liquidation befindliche MPC-Vertriebstochter CPM. Der Streitwert beträgt rund 2 Mio. Euro, teilte der VKI am Mittwoch mit.

Im Mittelpunkt des Verhandlungsgegenstandes stehen "geschlossene Fonds" des Hamburger Emissionshauses MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, die auch in Österreich von Banken an zahlreiche Anleger vermittelt wurden. Im Programm hatten die Hamburger Schiffsfonds, Immobilienfonds in Holland und Lebensversicherungsfonds.

In den vergangenen Jahren gerieten einige dieser Fonds gehörig unter Wasser, sodass bereits erfolgte Ausschüttungen zurückgefordert wurden. Vielen Anlegern war nicht bewusst, dass das passieren kann. Ihnen wurden die Fonds in der Regel als sicheres Investment verkauft. Sie waren daher nach der Beratung davon ausgegangen, Gewinne ausgeschüttet zu bekommen. Rückzahlungen haben sie nicht erwartet.

Die Hypo Steiermark wird vom VKI deswegen verklagt, weil sie 2014 nicht bereit war, wie anderer Banken einem Rahmenvergleich zuzustimmen, der den Anlegern zu einem teilweisen Ersatz der ihnen entstandenen Schäden verhalf. Dazu hätte die Hypo Steiermark vorweg auch einem Verjährungsverzicht zustimmen müssen.

Der VKI ließ sich daraufhin die Ansprüche von über 30 betroffenen Anlegern abtreten und brachte mit Unterstützung des deutschen Prozessfinanzierers Foris eine Sammelklage nach österreichischem Recht ein.

Wie der VKI weiter mitteilt, beginnt in Deutschland mit einer Initialklage nach dem Kapitalanleger Musterverfahrensgesetz (KapMuG) ebenfalls eine vom VKI angekündigte Sammelklagenaktion. Zwölf österreichische Anleger klagen dabei die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH, die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, die CPM Anlagen Vertriebs GmbH in Liquidation sowie die Organwalter Schröder, Oldehaver, Holländer und Weiss.

Wird das Musterverfahren zugelassen, können sich alle betroffenen Anleger des MPC-Hollandimmobilienfonds 47 dem Verfahren anschließen. Weitere Initialklagen zu den verschiedenen MPC-Fonds werden in den kommenden Wochen und Monaten folgen, kündigte der VKI an.

"Die rechtlichen Auseinandersetzungen rund um die MPC-Fonds sind damit nun voll im Gange", so VKI-Chefjurist Peter Kolba. Er sei zuversichtlich, dass in allen Fällen eine gerichtliche Klarstellung erwirkt werden könne.

Wien (APA) - Maschinen können bald mehr als die Hälfte der Tätigkeiten übernehmen, die jetzt von Menschen ausgeübt werden. Dementsprechend ist mehr als die Hälfte der Jobs mittelfristig von Automatisierung oder "Robotern" bedroht. Ältere Menschen trifft das besonders hart, weil sie sich schwertun, eine neue Arbeit zu finden oder umzusatteln, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Mercer-Studie.
 

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Roboter bedrohen vor allem Jobs unqualifizierter älterer Menschen

Wien (APA) - Singapur unterzeichnet am Freitag ein Freihandelsabkommen mit der EU, das aber für London bald nicht mehr gilt. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong schließt nicht aus, dass die Briten bilateral zu einem besseren Deal mit seinem Land gelangen könnten. "Es ist immer leichter, ein Abkommen mit einem Land statt mit einer Organisation aus 28 Staaten zu machen", sagte er am Mittwoch in Wien.
 

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Brexit - Singapurs Premier: Mit einem Land macht man leichter Deals

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