Immobilien sorgen schon für Fünftel der Bundesforste-Betriebsleistung

Wien/Purkersdorf (APA) - Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben in den vergangenen Jahren verstärkt auf Wertschöpfung aus Immobilien gesetzt. Das hat sich zuletzt in Ergebnissteigerungen in diesem Bereich ausgewirkt. Nun wird für das Geschäftsjahr 2017 erstmals eine Betriebsleistung (Umsatzerlöse) im Immobereich von mehr als 45 Mio. Euro erzielt, geht aus einer Aussendung des Staatsbetriebs am Dienstag hervor.

Die Betriebsleistung von 45,5 Mio. Euro aus dem Immobiliengeschäft bedeutet, dass die Immobilien inzwischen schon ein Fünftel des gesamten Betriebsleistung ausmachen. Kerngeschäft bleibt freilich der Bereich Forst/Holz, betonen die Bundesforste.

Zu den rund 4.300 Gebäuden - von der Holzhütte bis zum Jagdschloss - im Besitz der ÖBf hat das Unternehmen 20.000 Immobilienkunden. Die Gebäude sind oft über Reviere verpachtet. Zusätzlich gibt es Liegenschaften, Wald- und Wiesenflächen die im Baurechtverfahren vergeben werden. Die Angebote sind online unter http://immobiliensuche.edireal.com/bundesforste.at/search zu finden.

Es geht darum, die Wertschöpfung auf den Flächen zu erhöhen, ohne diese zu verkaufen. Meist wird auf 90 bis 100 Jahre verpachtet, es gibt laut einer ÖBf-Sprecherin aber Spielraum. Bei gewerblichen Liegenschaften werden auf Baupachtsbasis zwischen 50 und 60 Jahre verpachtet. "Die Nachfrage ist vor allem in stark verbauten und hochpreisigen Gebieten ungebrochen wie Wien-Umland und Salzburg-Umland oder in Skigebieten wie etwa Mittersill-Stuhlfelden, Hochkönig oder in der Obersteiermark", sagt ÖBf-Vorstand Georg Schöppl.

Die Bundesforste arbeiten auch mit gemeinnützigen Bauträgern zusammen. So entstehen derzeit beispielsweise in den Tiroler Gemeinden Obsteig, Achenkirch und Umhausen Wohnbauprojekte auf Baurechtsbasis mit der Neuen Heimat Tirol mit insgesamt knapp 70 Wohneinheiten. Auch im Pinzgau entsteht derzeit ein geförderter Wohnbau mit bis zu 20 Wohnungen. 23 kleine Wohneinheiten entstehen in Bad Goisern auf Baurechtsbasis.

Im gesamten Vorjahr haben die Bundesforste mehr als 750 Baurechte und Baupachtverträge in ganz Österreich vergeben bzw. geschlossen und damit laut Schöppl einen Höchststand erreicht. "Die Erlöse aus Baurecht und Baupacht sin den letzen fünf Jahren um ein Drittel gestiegen und lagen 2017 erstmals über vier Millionen Euro."

Ihre gesamte Bilanz fürs Geschäftsjahr 2017 wollen die Bundesforste Ende Mai präsentieren. Dann wird auch bekannt, wie hoch die Dividende ist, die an den Eigentümer, die Republik Österreich, ausgeschüttet wird.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht