s Immo hat Gewinn 2015 mehr als verdoppelt

Wien - Die börsennotierte Immobilienfirma s Immo hat 2015 vor allem in Deutschland gut verdient und die Finanzierungskosten deutlich verringert. Dadurch wurde der Gewinn (Jahresüberschuss) von 33,8 auf 77,2 Mio. Euro mehr als verdoppelt, geht aus den am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen hervor.

CEO Ernst Vejdovszky verweist darauf, dass sich das Unternehmen das niedrige Zinsniveau abgesichert habe. Er blicke "sehr optimistisch auf die kommenden Quartale". Das Unternehmen plant heuer eine weitere Verbesserung des FFO (Funds from Operations).

Die positive Entwicklung in Deutschland werde zu einem höheren Bewertungsergebnis für Objekte in Deutschland führen, die s Immo erwartet daher zusätzliche Wertsteigerungen im Bestandsportfolio. Großes Potenzial sehe man in Berlin bei gewerblichen Immobilien, in Wien bei Büroentwicklungen am Hauptbahnhof, wo bei einer voraussichtlich noch dieses Frühjahr mit dem Bau begonnen werde. Darüber hinaus wurden Aktivitäten in Bukarest gestartet.

2015 sind im Vergleich zu 2014 der operative Gewinn (EBIT) um 19,4 Prozent von 138,7 auf 165,7 Mio. Euro und der Vorsteuergewinn (EBT) um 88,6 Prozent von 59,5 auf 112,3 Mio. Euro gestiegen. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 0,46 auf 1,17 Euro. Die s Immo steigerte die Erlöse von 188,5 Mio. Euro auf 190,7 Mio. Euro, darin waren praktisch unverändert 111,7 (111,8) Mio. Euro Mieterlöse enthalten.

Aus der Hotelbewirtschaftung kamen 45,5 (42,1) Mio. Euro. Das Bewertungsergebnis verbesserte sich per Jahresende von 56,6 auf 84,6 Mio. Euro. "Dazu haben vor allem die auf Wertsteigerung der Immobilien ausgerichteten Maßnahmen im Asset Management als auch die sich stetig verbessernde Stimmung in den Märkten der s Immo beigetragen", so das Unternehmen. 73,1 Mio. Euro des Bewertungsergebnisses entfallen auf Deutschland.

Die niedrigeren Zinsen und ein besseres Währungsergebnis schlugen sich in einem um gut 25 Mio. Euro besseren Finanzergebnis nieder.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

Newsticker

Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

Newsticker

Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

Newsticker

Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma