Immer weniger Frauen gründen in Deutschland eine Firma

Frankfurt am Main (APA/AFP) - Immer weniger Frauen in Deutschland wagen den Schritt in die Selbstständigkeit - entsprechend sinkt der Anteil der von Frauen geführten Unternehmen. Der Frauenanteil an allen Gründern fiel 2016 nach jeweils 43 Prozent in den drei Jahren zuvor auf 40 Prozent, wie die staatliche Förderbank KfW am Dienstag mitteilte. 2017 sank der Anteil sogar noch weiter auf 37 Prozent.

Hauptgrund ist die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und ein damit verbundenes attraktives Jobangebot. Der Anteil der Chefinnen im Mittelstand sank 2016 entsprechend auf 16,4 Prozent - nach 19,4 Prozent im Jahr 2013 und jeweils 18 Prozent in den Jahren 2014 und 2015, wie die KfW mitteilte. Nicht alle Größenklassen des Mittelstands seien dabei gleichermaßen betroffen: In Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Vollzeitstellen waren 2016 rund 17 Prozent der Inhaber weiblich. In den Chefetagen von kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten stieg der Frauenanteil sogar leicht von 10,4 Prozent im Jahr 2013 auf 11,5 Prozent.

Weiterhin gelte jedoch: Mit zunehmender Größe des Unternehmens sinkt der Frauenanteil in den Chefetagen. In Firmen mit mehr als 50 Beschäftigten betrug er 2016 nur 9,1 Prozent.

Laut KfW beschäftigten von Frauen geführte Unternehmen im Jahr 2016 rund 3,1 Millionen Menschen (zehn Prozent aller Erwerbstätigen im Mittelstand), investierten rund 17 Mrd. Euro (acht Prozent der Investitionen im Mittelstand) und machten knapp 300 Mrd. Euro Umsatz (sieben Prozent). Der Grund: Mehr als drei Viertel der frauengeführten Firmen sind Dienstleistungsunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte