Im deutschen Handwerk fehlen noch tausende Lehrlinge

Berlin (APA/AFP) - Zum Ausbildungsbeginn im September fehlen im Handwerk in Deutschland noch tausende Lehrlinge. Am meisten gesucht würden Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker und Kraftfahrzeugmechatroniker, teilte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Freitag mit.

Auch für angehende Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Bäcker und Fleischer oder Friseure, ebenso Metallbauer, Maler und Lackierer, Maurer und Dachdecker gebe es noch Stellen. Demnach waren nach aktuellen Zahlen Ende Juli noch mehr als 30.000 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Von Jänner bis Juli 2018 wurden in den Lehrlingsrollen der Handwerkskammern laut ZDH mehr als 95.000 neue Ausbildungsverträge erfasst. Das seien um 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Betriebe haben demnach in diesem Jahr die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze sogar erhöht. Es gebe nicht genügend Lehrlinge zum einen wegen der insgesamt gesunkenen Zahl an Schulabgängern, zum anderen wegen des ungebrochenen Drangs an die Universitäten, erklärte der Handwerksverband.

Der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, sagte am Freitag im Bayerischen Rundfunk, ein besserer Lohn während der Ausbildung würde die Situation nicht verbessern - "bei den Gewerken, die sehr hohe Ausbildungsvergütungen haben, sehen wir auch keinen exorbitanten Zuwachs".

Peteranderl forderte daher eine Verbesserung der Rahmenbedingungen während der Ausbildung: "Dass wohnortnäher die gesamten Angebote stattfinden, dass die Jugendlichen bessere Verkehrsanbindungen bekommen, dass sie ähnlich wie eine Studentenkarte auch eine vergünstigte Karte für den öffentlichen Nahverkehr bekommen."

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte