IHS-Hofer für möglichst frühen Asylwerber-Zugang am Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktexperte Helmut Hofer vom Institut für Höhere Studien (IHS) plädiert für eine möglichst frühe Integration von Asylwerbern bzw. Asylberechtigten am heimischen Arbeitsmarkt aus. Integration funktioniere am besten, wenn man möglichst früh am Arbeitsmarkt auftreten kann, auch der IWF habe einen freieren Zugang zum Austro-Arbeitsmarkt für Asylwerber gefordert, so Hofer am Dienstag im Radio.

Wie vom Gewerkschaftsbund (ÖGB) aber richtig eingeschätzt, würden die Effekte relativ gering sein für die Beschäftigungsaufnahme, meinte Hofer. Erstens weil es sich um ein Ersatzkraftverfahren handle - wonach Asylwerber nach sechs Monaten Aufenthalt einen freien Job erhalten können, wenn am heimischen Arbeitsmarkt niemand mit der entsprechenden Qualifikation vorhanden ist - wie Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, ebenfalls im ORF-Radio erläuterte. Und zweitens, so Hofer, würden für relativ geringe Effekte auch die deutschen Erfahrungen sprechen, wo man schon nach drei Monaten unter gewissen Bedingungen einen Arbeitsplatz erhalten könne.

Wichtig sei, dass man ein sehr beschleunigtes Asylverfahren habe und dann die Sicherheit für den Asylwerber bzw. diesfalls schon für den Asylberechtigten, dass er hierbleiben und arbeiten könne. "Denn das ist auch für den Arbeitgeber sehr wichtig für eine langfristige Beschäftigung", so der IHS-Experte. Brauchen werde man vielleicht sogar eine weitergehende Lösung für die gesamte EU, in die man noch andere große Einwanderungsländer mit einbezieht, "damit man klare Regeln schafft: Ab dann darfst du arbeiten." Sei die Entscheidung Asylrecht ja oder nein positiv getroffen, "dann muss man schauen, dass man diese Person möglichst gut integriert".

NEOS-Menschenrechtssprecher Niki Scherak meinte zu dem Sobotka-Statement, "natürlich" müsse "es dabei auch Fristen geben". Solche Fristen, ehe Asylwerber zum Arbeitsmarkt zugelassen werden - nach NEOS-Vorstellung wie im Sinne der Sozialpartner sechs Monate - seien "genau dazu da, um die Sorgen des Innenministers zu zerstreuen, dass ein Arbeitsmarktzugang zu viele Flüchtlinge anlocken würde", so der Mandatar am Dienstag in einer Aussendung.

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