IG Windkraft wirbt weiter um mehr Förderungen

Wien - Die Windenergieerzeuger werben anlässlich ihres Jahressymposiums AWES abermals für eine Reform des Ökostromgesetzes und damit für mehr Förderungen für Windräder. Derzeit können über 220 "baureife Windkraftanlagen" nicht errichtet werden, kritisierte die IG Windkraft am Mittwoch. Die Interessensvertretung hofft auf eine Reform des Ökostromgesetzes und dadurch mehr und verlässlichere Subventionen.

Die Gesetzesnovelle könnte daher einen "Investitionsschub in Milliardenhöhe" auslösen, hofft IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hatte bei der Klimakonferenz in Paris gesagt, bis 2030 sollte die Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Die IG Windkraft geht davon aus, dass dabei kein Weg am Ausbau der Windenergie vorbeiführt. Alleine aus der Windkraft könnten bei entsprechender Unterstützung 2030 schon 24 Prozent des Stroms stammen.

Derzeit erwirtschaften in der Branche 170 Firmen rund 660 Mio. Euro Jahresumsatz. Die Jahresproduktion entsprach 8,7 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. Damit habe man im Vergleich zu einer Stromproduktion aus fossilen Energieträgern 3,4 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Das entspreche dem, was 40 Prozent aller Autos ausstoßen.

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