IG Milch fordert 50 Cent pro Liter Milch für Bauern - Derzeit 30 Cent

Die Vertreter der IG Milch warnen aufgrund des Preisverfalles vor einem Milchbauernsterben in Österreich und fordern einen Erzeuger-Milchpreis von 50 Cent. "Die Krise ist voll da", sagte Ewald Grünzweil, IG Milch Obmann, am Montag vor Journalisten. Die Bauern bekommen derzeit von den Großmolkereien für einen Liter konventionelle Milch nur mehr 30 Cent, vergangenes Jahr waren es bis zu 40 Cent.

Heute, Montag, findet ein Sondertreffen der EU-Landwirtschaftsminister in Brüssel aufgrund des Milchpreisverfalles statt, bei dem Hilfspaket für die Milchbauern präsentiert wird. Seit Mai ist der EU-Milchmarkt liberalisiert, zuvor war die Produktion mit Quoten beschränkt. Die Bauern können nun so viel Milch produzieren wie sie wollen. "Wir müssen raus aus der Wachstums- und Intensivierungssackgasse", betonte Grünzweil. "Wir tragen sicher eine Mitschuld", zeigte er sich selbstkritisch. Das Hilfspaket der EU-Kommission bezeichnete er als unzureichend und "als alten Hut". Maßnahmen wie Exportförderung oder Einlagerung würden nicht den Milchmarkt stabilisieren.

Die IG Milch fordert einen Milchpreis von 50 Cent pro Liter für konventionelle Milch und 60 Cent für Biomilch. Der Preis soll den Milchbauern für die ersten 50.000 Liter gezahlt werden, dann soll es Preisabschläge von mehreren Cent geben. Der Bauernbund hatte kürzlich einen Milchpreis von mindestens 40 Cent und eine "Agrarmarkt-Control" zur Preisüberwachung gefordert.

Die Interessensvertreter der IG Milch drängen auch auf eine "Umstellungsförderung NEU" für Biomilchbauern. Die Umstellung eines Betriebes auf "Bio" dauert derzeit zwei Jahre. Derzeit sei die Nachfrage nach Biomilch viel höher als das Angebot, so die IG Milch. Die Bauern erhalten zurzeit rund 40 Cent für einen Liter Biomilch.

Auch die Grünen in Österreich forderten am Montag eine Milchdrosselung und eine Qualitätsoffensive statt einer Exportförderung. "Wenn zu viel Milch auf dem Markt ist, müssen wir das Angebot verknappen - wir benötigen dringend eine Milchdrosselung" fordert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen. "Minister (Andrä) Rupprechter und der Bauernbund haben sich verkalkuliert, als sie versprochen haben, das Ende der Milchquote durch Exporte zu kompensieren. Die Nachfrage auf dem Weltmarkt ist begrenzt und die Konkurrenz groß."

In Österreich gab es 2014 rund 31.500 Milchbauern mit 534.000 Kühen. Sie produzierten 3,06 Mio. Tonnen Milch. Die IG Milch hat nach eigenen Angaben rund 2.000 Mitglieder. Sie wurde 2004 aus einer Protestbewegung gegen Milchdumping-Preise bei großen Handelsketten gegründet. Im Jahr 2006 folgte die eigene Marke "A faire Milch", die sich bisher mäßig erfolgreich verkaufte.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London