IG Metall beginnt ihre Tagesstreiks schon am Dienstagabend

Frankfurt (APA/dpa) - Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie erhöht die IG Metall mit ihren neuartigen Tages-Warnstreiks den Druck. Bereits mit Beginn der Nachtschicht am späten Dienstagabend sollten beispielsweise in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz einzelne Betriebe für jeweils 24 Stunden bestreikt werden, wie die Bezirksleitungen der IG Metall am Dienstag mitteilten.

Am vergangenen Wochenende waren Verhandlungen in der fünften Runde mit den Arbeitgebern in Stuttgart abgebrochen worden. Beide Seiten machten sich gegenseitig dafür verantwortlich. Bayerns IG-Metall-Bezirkschef Jürgen Wechsler machte am Dienstag noch einmal klar, dass es während der aktuellen Warnstreikwelle keine neuerlichen Gespräche geben werde. Frühestmöglicher Termin für eine sechste Verhandlungsrunde wäre damit dieser Samstag.

Besonders umstritten ist die Gewerkschaftsforderung nach einem Lohnausgleich für bestimmte Beschäftigte, wenn diese ihre Arbeitszeit reduzieren. Außerdem verlangt die IG Metall 6 Prozent mehr Geld.

Bis einschließlich Freitag sollen insgesamt mehr als 250 Betriebe im gesamten Bundesgebiet bestreikt werden, ohne dass zuvor eine Urabstimmung stattgefunden hätte. Die IG Metall hatte nach eigenen Angaben nur die Beschäftigten in den betroffenen Betrieben gefragt und dort jeweils klare Mehrheiten erhalten. Die Streikteilnehmer erhalten im Unterschied zu kürzeren Warnstreikaktionen von der Gewerkschaft einen finanziellen Ausgleich für ihre Lohnverluste.

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