Ifo-Studie - US-Steuerreform nützt deutschen Unternehmen

München (APA/Reuters) - Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hat laut einer Umfrage auch positive Effekte für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aufgrund der Steuersenkungen wollen deutlich mehr deutsche Firmen ihre Investitionen in der Heimat erhöhen als reduzieren, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Ifo-Instituts in Zusammenarbeit mit der Nachrichtenagentur Reuters ergab.

"Deutschland profitiert teilweise von der Entlastung", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. Von allen befragten Unternehmen mit nennenswertem US-Geschäft wollen wegen der US-Reform zehn Prozent mehr in Deutschland und 14 Prozent mehr in den USA investieren als bisher. Lediglich 3,5 Prozent gaben an, sie wollten aus diesem Grunde ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren - teilweise, weil sie diese Gelder über den Atlantik umschichten. Vor solchen Effekten hatte die Bundesregierung gewarnt.

Für die Studie wurden die Angaben von 575 deutschen Unternehmen ausgewertet, die mindestens fünf Prozent ihres Umsatzes in den Vereinigten Staaten erlösen. Die Umfrage lief vom 1. bis zum 21. März.

Trump hatte mit der Zustimmung des US-Kongresses zu der Steuerreform im Dezember ein Kernstück seiner politischen Agenda umgesetzt. Er verspricht sich davon einen Schub für Investitionen und Arbeitsplätze.

Ratingen/Hongkong (APA/dpa) - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im deutschen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) angehäuft, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte.
 

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Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken

Los Gatos/Berlin (APA/dpa-AFX) - Der Chef des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, zieht in den Verwaltungsrat des Videostreamingdienstes Netflix ein. Die US-Firma erhoffe sich davon "wertvolle Perspektiven und wichtige Einblicke für den Ausbau und die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots", erklärte Gründer und Chef Reed Hastings am Dienstag.
 

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Springer-Chef kommt in Netflix-Verwaltungsrat

Wien (APA) - Grenzüberschreitender Sozialbetrug am Bau ist gang und gäbe. Dem wollen die europäischen Gewerkschaften nun mittels Wettbewerbsbeschwerde in Brüssel einen Riegel vorschieben - zumindest bei der Entsendung von Arbeitskräften innerhalb der EU soll es fairer zugehen. Die Europäische Föderation der Bau- und Holzarbeiter hat heute eine Wettbewerbsbeschwerde an die Europäische Kommission abgeschickt.
 

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Europäische Baugewerkschafter legten bei EU Wettbewerbsbeschwerde ein