Ifo-Studie - US-Steuerreform nützt deutschen Unternehmen

München (APA/Reuters) - Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hat laut einer Umfrage auch positive Effekte für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aufgrund der Steuersenkungen wollen deutlich mehr deutsche Firmen ihre Investitionen in der Heimat erhöhen als reduzieren, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Ifo-Instituts in Zusammenarbeit mit der Nachrichtenagentur Reuters ergab.

"Deutschland profitiert teilweise von der Entlastung", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. Von allen befragten Unternehmen mit nennenswertem US-Geschäft wollen wegen der US-Reform zehn Prozent mehr in Deutschland und 14 Prozent mehr in den USA investieren als bisher. Lediglich 3,5 Prozent gaben an, sie wollten aus diesem Grunde ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren - teilweise, weil sie diese Gelder über den Atlantik umschichten. Vor solchen Effekten hatte die Bundesregierung gewarnt.

Für die Studie wurden die Angaben von 575 deutschen Unternehmen ausgewertet, die mindestens fünf Prozent ihres Umsatzes in den Vereinigten Staaten erlösen. Die Umfrage lief vom 1. bis zum 21. März.

Trump hatte mit der Zustimmung des US-Kongresses zu der Steuerreform im Dezember ein Kernstück seiner politischen Agenda umgesetzt. Er verspricht sich davon einen Schub für Investitionen und Arbeitsplätze.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker