Ifo-Institut kritisiert Reformstau in Griechenland

Das Ifo-Institut hat Griechenland vorgeworfen, vereinbarte Reformen zu verschleppen. "Die Auflagen des dritten Hilfspakets für Griechenland sind in den letzten sieben Monaten nur halbherzig angepackt worden, doch das neue Geld wird verbraucht", sagte Niklas Potrafke, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie, am Montag in München.

Die Privatisierungsziele seien nicht eingehalten und ein von den europäischen Institutionen überwachter Privatisierungsfonds bis heute nicht eingerichtet worden.

Die Griechenland-Krise beschäftigt auch die globale Finanzpolitik weiter. Zwar steht das Thema bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in dieser Woche nicht offiziell auf der Tagesordnung. Der Streit der Euroländer mit dem IWF über einen zusätzlichen Schuldenschnitt für Athen dürfte am Rande des Treffens in Washington aber zur Sprache kommen.

Aktuell prüfen Experten von IWF, EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Euro-Rettungsfonds ESM, ob Athen die Reform-und Sparauflagen erfüllt. Nur wenn dies der Fall ist, sollen weitere Milliarden-Hilfsgelder freigegeben und Gespräche über mögliche zusätzliche Schulden-Erleichterungen begonnen werden.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück