Ifo-Institut kritisiert Reformstau in Griechenland

Das Ifo-Institut hat Griechenland vorgeworfen, vereinbarte Reformen zu verschleppen. "Die Auflagen des dritten Hilfspakets für Griechenland sind in den letzten sieben Monaten nur halbherzig angepackt worden, doch das neue Geld wird verbraucht", sagte Niklas Potrafke, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie, am Montag in München.

Die Privatisierungsziele seien nicht eingehalten und ein von den europäischen Institutionen überwachter Privatisierungsfonds bis heute nicht eingerichtet worden.

Die Griechenland-Krise beschäftigt auch die globale Finanzpolitik weiter. Zwar steht das Thema bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in dieser Woche nicht offiziell auf der Tagesordnung. Der Streit der Euroländer mit dem IWF über einen zusätzlichen Schuldenschnitt für Athen dürfte am Rande des Treffens in Washington aber zur Sprache kommen.

Aktuell prüfen Experten von IWF, EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Euro-Rettungsfonds ESM, ob Athen die Reform-und Sparauflagen erfüllt. Nur wenn dies der Fall ist, sollen weitere Milliarden-Hilfsgelder freigegeben und Gespräche über mögliche zusätzliche Schulden-Erleichterungen begonnen werden.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

Newsticker

Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

Newsticker

Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

Newsticker

Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen