Ifo-Chef Fuest: Italien droht ohne Kurskorrektur Staatspleite

Berlin (APA/Reuters) - Ifo-Chef Clemens Fuest befürchtet eine Staatspleite Italiens, sollte die Regierung in Rom ihren finanzpolitischen Kurs beibehalten. Der Kurs der aktuellen Regierung führe ins Abseits, schrieb Fuest in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" vom Freitag". Er werde die wirtschaftliche Lage des Landes weiter verschlechtern.

Ohne Kurskorrektur drohten Italien eine Staatspleite und ein wirtschaftlicher Absturz. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen waren nach der Ankündigung der Regierung in Rom gestiegen, ihr Haushaltsdefizit im kommenden Jahr auf 2,4 Prozent zu steigern.

Europa solle auf diese Krise mit einer doppelten Strategie antworten, schrieb Fuest: Erstens müsse der Rest der Eurozone vor einer italienischen Staatspleite so gut es geht abgeschirmt werden, um nicht erpressbar zu sein. Zweitens solle man auf Rom zugehen: Mehr Solidarität bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme wäre nur fair.

Um das Erpressungspotenzial Italiens gegenüber den anderen Mitgliedsländern der Eurozone zu reduzieren, sollte die europäische Bankenaufsicht Maßnahmen ergreifen, um die Finanzstabilität bei einer Staatspleite Italiens zumindest im Rest der Eurozone aufrechtzuerhalten, forderte der Ökonom. "Den Banken in der gesamten Eurozone sollte signalisiert werden, dass sie nicht mit Hilfen rechnen können, wenn sie durch den Ausfall von Forderungen gegenüber italienischen Schuldnern Verluste erleiden."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte