HypoVereinsbank verliert weniger Kunden als gedacht

München - Die deutsche HypoVereinsbank (HVB) steckt den Kahlschlag in ihrem Filialnetz nach eigenen Angaben besser weg als gedacht. "Die Kunden wandern nicht in dem Maße ab wie viele befürchtet haben", zog Vorstandschef Theodor Weimer am Dienstag eine erste Bilanz, ohne Zahlen zu nennen. Sie seien auch bereit, 10 bis 15 Kilometer zur nächsten Filiale zurückzulegen.

Auf dem Land habe die Bank Kundenverluste einkalkuliert, in den Städten hoffe sie hinzuzugewinnen, so Weimer. Von gut 600 Filialen sollen bis zum Jahresende 341 übrig bleiben. Knapp die Hälfte davon ist schon modernisiert worden. Die Münchener HVB reagiert mit den Schließungen darauf, dass immer mehr ihrer zwei Millionen Privatkunden ihre Bankgeschäfte im Internet abwickeln.

Auch die Deutsche Bank hatte kürzlich angekündigt, 200 ihrer 700 Filialen in Deutschland zu schließen. "Viele andere Banken folgen unserem Weg, auch die großen Verbundorganisationen", sagte Weimer mit Blick auf Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Im Umbau komme der HVB auch ein Boom bei privaten Baufinanzierungen und der Aufschwung am Aktienmarkt entgegen: "Wir haben in diesem Jahr eine Sonderkonjunktur wegen der Niedrigst-Zinsen und dem Dax." Das Anlagevolumen steige, die Baukredite lägen sogar 150 Prozent über Plan. "Aber wir feiern Erfolge erst, wenn sie nachhaltig sind. Die Wahrheit liegt in 2016", sagte Weimer. Erst dann werden auch die meisten der 1500 Mitarbeiter gegangen sein, die ihre Stelle verlieren.

Die neue EU-Bankenabgabe hat der Tochter der italienischen UniCredit das erste Quartal verhagelt. Der Gewinn vor Steuern brach um fast ein Drittel auf 197 Millionen Euro ein. Die Zwangsabgabe schlug dabei mit 70 Millionen Euro zu Buche. Sie ist nicht nur doppelt so hoch wie die bisher in Deutschland erhobene Abgabe, sie muss auch zu Jahresbeginn voll verbucht werden. 2014 hatte die HVB die damals fälligen 40 Millionen Euro auf vier Quartale verteilt. Die EU will mit den Geldern einen Topf füllen, der die Folgen einer nächsten Finanzkrise abfedern soll. Auch andere Großbanken haben deutlich höhere Beträge dafür zurückgestellt als im vergangenen Jahr.

Trotz des Gewinneinbruchs war Weimer zufrieden mit dem Jahresauftakt: "Wir haben das erste Quartal relativ unaufgeregt hinter uns gebracht." Der Zinsüberschuss sei trotz Niedrigzinsen stabil geblieben. Der Aufschwung an den Finanzmärkten ging an der HVB aber weitgehend vorbei. Das Handelsergebnis ging gegen den Markttrend um 32 Prozent zurück, weil sich die HVB aus Teilen des Kapitalmarktgeschäfts wie dem Eigenhandel zurückgezogen hat. Das ließ sich auch durch höhere Provisionen für Wertpapiere und Hypothekenkredite nicht wettmachen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen