HypoVereinsbank 2014 mit weniger Gewinn

Schwache Geschäfte im Investmentbanking setzen der deutschen HypoVereinsbank (HVB) zu. Weil Unternehmen im vergangenen Jahr weniger Absicherungsgeschäfte und strukturierte Finanzierungen abschlossen, brach der Vorsteuergewinn der Münchner um ein Viertel auf 1,1 Mrd. Euro ein, wie die Tochter der italienischen UniCredit am Donnerstag mitteilte.


Im Handel und im Privatkundengeschäft setzten dem Geldhaus auch die niedrigen Zinsen spürbar zu. Unter dem Strich sank das Ergebnis um 11 Prozent auf 958 Mio. Euro.

Vorstandschef Theodor Weimer zeigte sich angesichts des schwierigen Marktumfeldes mit dem Abschneiden zufrieden. Die Bank habe in allen Geschäftsbereichen schwarze Zahlen geschrieben und wichtige Weichenstellungen getroffen. Der Online-Broker DAB sei verkauft und der Umbau des Filialnetzes begonnen worden. Die Münchner wollen bis Ende des Jahres fast jede zweite ihrer rund 600 Filialen schließen und die verbliebenen Geschäftsstellen aufpeppen. Die Reaktionen der Kunden seien sehr positiv, erklärte die Bank.

Deutlich stärker als alle großen Konkurrenten steht die HVB weiter mit ihrer harten Kernkapitalquote da. Sie belief sich Ende 2014 bei voller Umsetzung der härteren Basel-III-Regeln auf 21,3 Prozent. Die Leverage Ratio - das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme - lag mit 6 Prozent ebenfalls deutlich über den Anforderungen.


Mit diesem Polster wolle das Institut im laufenden Jahr vor allem in der Vermögensverwaltung und im Geschäft mit Unternehmenskunden zulegen, kündigte Weimer an. Auch im Investmentbanking hofft er auf Rückenwind, weil für Unternehmen wegen der jüngsten Währungsschwankungen der Anreiz gestiegen ist, sich gegen Kursrisiken abzusichern. "Die Märkte sind zwar volatil, sie bieten aber damit auch Chancen."

Weiter zu schaffen machen werden der HVB, die eine Bilanzsumme von 300 Mrd. Euro aufweist, dagegen die niedrigen Zinsen und die steigenden Anforderungen der Aufsichtsbehörden. Hinzu komme die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in Europa, sagte Weimer. "Es sind die bereits bekannten Klippen, die das Navigieren in den kommenden Monaten schwerer machen."

Hongkong/Peking (APA/Reuters) - Der chinesische Google-Rivale Baidu will laut informierten Kreisen seinen Videodienst iQiyi in den USA an die Börse bringen. Der Schritt könnte schon nächstes Jahr erfolgen, sagte ein Insider am Dienstag. Die Online-Videothek im Stil von Netflix könnte mit 8 bis 10 Mrd. Dollar (8,4 Mrd. Euro) bewertet werden, hatte Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet.
 

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Internetriese Baidu plant US-Börsengang für Videodienst - Kreise

Wien (APA) - Das Bundeskriminalamt (BK) hat am Dienstag vor einer neu adaptierten Betrugsmasche gewarnt. Dabei kontaktieren Betrüger telefonisch Mitarbeiter in Trafiken, Tankstellen und Postpartnerstellen und fordern die Codes von Bitcoin-Ladebons. Bitcoin ist eine Kryptowährung, ein digitales Zahlungsmittel. Bisher waren Telefonwertkarten und Bons für Online-Prepaid-Zahlungsmittel im Visier der Täter.
 

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Betrüger fordern Bitcoin-Ladebons: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Brüssel/Luxemburg (APA) - Geschäftsreisen in der EU sind von 2007 bis 2015 um 43,7 Prozent zurückgegangen. Eurostat teilte am Dienstag mit, dass die Zahl der Geschäftsreisen von 206 Mio. im Jahr 2007 auf 116 Mio. im Jahr 2015 gesunken ist. Ursache war neben der Wirtschafts- und Finanzkrise mit geringeren Reisebudgets von Firmen auch die technische Entwicklung bei der Kommunikation.
 

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Geschäftsreisen in der EU gingen 2007-2015 um 43,7 Prozent zurück