Hypotheken-Altlasten brockten General Electric Milliardenverlust ein

Fairfield (Connecticut) (APA/dpa) - Altlasten haben der kriselnden US-Industrie-Ikone General Electric (GE) zu Jahresbeginn die Bilanz verhagelt. Eine hohe Rückstellung aufgrund von Ermittlungen der US-Justiz wegen zweifelhafter Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise sorgten im ersten Quartal für einen Verlust von 1,2 Mrd. Dollar (1 Mrd. Euro). Das teilte der Konzern am Freitag in Boston mit.

Dank harter Sparmaßnahmen und Fortschritte in einigen Sparten legte der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft allerdings im Jahresvergleich von 122 Mio. auf 369 Mio. Dollar zu. Die Erlöse konnte GE trotz anhaltender Probleme in der Kraftwerksparte um sieben Prozent auf 28,7 Mrd. Dollar steigern. Die Geschäftsziele für 2018 wurden bestätigt.

"Das erste Quartal war ein Schritt nach vorne", sagte Konzernchef John Flannery. Er hatte den Spitzenjob im August vom erfolglosen Jeff Immelt übernommen, um das 125 Jahre alte Unternehmen, dessen Wurzeln auf den Glühbirnen-Erfinder Thomas Edison zurückgehen, wieder auf Kurs zu bringen. Insgesamt übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie stieg vorbörslich um rund fünf Prozent.

General Electric steckt schon seit Jahren in einem tiefgreifenden Umbau. Nach schlechten Erfahrungen in der Finanzkrise wurde das Geschäft mit Finanzdienstleistungen, zu dem auch die zweifelhaften Hypotheken-Deals gehörten, weitgehend aufgegeben. Die Rückbesinnung auf das industrielle Kerngeschäft lief bis jetzt jedoch auch nicht besonders erfolgreich und wurde etwa durch den Ausbau der Energiesparte erschwert, die stark unter dem Ölpreisverfall litt.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne