Hypo-U-Ausschuss - Kulterer: Habe Bayern über Risiken informiert

Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer hat im Verlauf seiner Befragung im parlamentarischen Hypo-Untersuchungsausschuss ausführlich dargelegt, wie genau die BayernLB über die Risiken der Hypo vor ihrer Übernahme Bescheid gewusst habe. Er selbst habe BayernLB-Chef Werner Schmidt beispielsweise "nachweislich gesagt, dass alleine in Risikopositionen 200 bis 250 Mio. Euro zu stecken" seien.

"Skiper, Zagorec, Aluflexpack - alle großen Obligos bei denen es Probleme gab, habe ich angesprochen; der ganze Leasing-Komplex, alles fand sich auch im Datenraum", sagte Kulterer. Im Rahmen ihrer Due Diligence Prüfung hätten die Bayern auch alle großen Obligos an Ort und Stelle besucht und dort Gespräche geführt. Am 31. Dezember 2007 seien Hypo-Kredite in Höhe von 1,6 Mrd. Euro aushaftend gewesen, "und bei der Verstaatlichung lag das Saldo bei 2,5 Mrd. Euro. Also sind auch die deklarierten Risikokredite in dieser Zeit (der BayernLB als Hypo-Eignerin, Anm.) um 900 Mio. Euro angestiegen - und die hat man dann 2010 in die Wertberichtigung gesteckt", kritisierte der inhaftierte Ex-Manager.

Von einer Sanierung und vorerst bremsenden Weiterentwicklung, bevor man wieder "Gas geben" könne, die er der BayernLB empfohlen habe, war "überhaupt keine Rede", so Kulterer. "Man hat, was ich bis heute nicht verstehe, noch umso mehr Gas gegeben, nachdem man bei der Hypo eingestiegen ist." Er habe den Bayern gesagt, es seien "Dinge in Ordnung zu bringen. Ich selbst habe das 2005, 2006 wegen der Swapverluste nicht mehr geschafft, das gebe ich zu, ich war ja auch ziemlich im Eck; daher meine Empfehlung zu bremsen vorm Gasgeben."

Die Bayern hätten auch zugesichert, sie würden ihre Risikosysteme in der Hypo implementieren, so Kulterer. "Das ist nicht gelungen, nicht gemacht worden." Auch die vier Milliarden Euro - zu denen jetzt ein Vergleich zwischen Wien und München angestrebt wird - hätten die Bayern für Wachstum verwendet, so Kulterer.

Der Verkaufspreis sei am "obersten Limit" gewesen, so Kulterer, "de Bank wurde zum optimalsten Zeitpunkt zu einem exorbitanten Preis verkauft".

Dass die Hypo noch vor dem Bayern-Einstieg "jene Zeit, als es noch Haftungen gab, exzessiv genutzt hat, um billige Liquidität ins Unternehmen zu bringen, sieht man in den Bilanzen. Das Kreditwachstum ist erst später gekommen."

Rüsselsheim (APA/dpa) - Der Autobauer Opel trennt sich von Teilen seines Rüsselsheimer Entwicklungszentrums. Bis zu 2.000 Mitarbeiter sollen zum französischen Entwicklungsdienstleister Segula wechseln, der am Standort einen Technologie-Campus gründen will, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Man habe eine strategische Partnerschaft vereinbart.
 

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Opel gibt Teile von Entwicklungszentrum ab

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will ihren Krisen-Betrieb in Deutschland bis 2023 beenden und verlangt dafür milliardenschwere Unterstützung. Zwischen 2019 und 2022 müssten fünf Mrd. Euro zusätzlich investiert werden, heißt es in Konzernunterlagen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlagen.
 

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Deutsche Bahn will bis 2023 wieder flott werden

Luxemburg (APA/dpa) - Preise für Flüge innerhalb der EU dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht in jeder beliebigen Währung angegeben werden. Airlines, die die Preise nicht in Euro ausweisen, müssten zumindest eine Währung wählen, die mit dem angebotenen Flug objektiv in Verbindung stehe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag.
 

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EuGH: Flugpreise dürfen nicht in beliebiger Währung angegeben werden