Hypo-U-Ausschuss - "Kärntner Freunde" ließ Hypo-Verband kalt

Nach der spannenden Befragung des Chefs der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, im Hypo-U-Ausschuss war am Donnerstag der Generalsekretär des Verbandes der Landes-Hypothekenbanken, Wilhelm Miklas, als Auskunftsperson im Parlament. Miklas plauderte schon in seinem ausgedehnten Eingangsstatement aus dem Nähkästchen. Die Ex-Hypo-Chefs Wolfgang Kulterer und Tilo Berlin kritisierte er hart.

Die Hypo war aber jedenfalls zu retten, "sonst wäre es zu einem fürchterlichen Crash rund um uns gekommen", sagte Miklas auf eine Frage von Verfahrensrichter Walter Pilgermair.

Als Hypoverband habe man praktisch keine Möglichkeiten gehabt, auf die Entwicklung der Hypo Alpe Adria Einfluss zu nehmen, bedauerte Miklas. Er habe wenigstens im Jahr 2008 dafür gesorgt, dass alle Hypos nach einem bestimmten Schema Risikoberichte im Verband abliefern sollten. "Das wurde einstimmig beschlossen und auch von allen geliefert - nur raten Sie einmal wer nicht lieferte, das brauche ich ja eigentlich nicht sagen", so Miklas über die "Kärntner Freunde".

Der damalige Hypo-Chef Tilo Berlin sei trotz vielfacher Terminanfragen nicht einmal zu einer Direktorenkonferenz der Landeshypos gekommen. "Er ließ ausrichten, man habe eine deutsche Bank als Eigentümer", sagte Miklas. Geschickt worden sei als Vertreter das ehemalige Hypo-Vorstandsmitglied Paul Kocher, Berlin sei nie gekommen.

Einmal habe Miklas seine Sorgen zur Kärntner Hypo auch bei FMA-Bankenprüfer Michael Hysek geäußert. Dieser hätte seine Sorgen, "dass wir von den Kärntnern nix kriegen, zur Kenntnis genommen". Ein paar Wochen später sei er vom Kärntner-Hypo-Vorstandsbanker Kocher gefragt worden: "Wieso petzt du bei der FMA?", erklärte Miklas.

Als "einzige Chance" bezeichnete es Miklas, "den Freunden in Kärnten das Vehikel Pfandbriefstelle abzudrehen" für Anleihenemissionen, was auch mit einer kleinen Emission abgeschlossen wurde.

Berichte im Gegensatz zu seinen Vorgängern sehr wohl geliefert hat Miklas zufolge der Kurzzeitchef der Kärntner Hypo vor der Notverstaatlichung, Franz Pinkl, der morgen (Freitag) vor den U-Ausschuss geladen ist.

Der "Wahnsinn" sei wegen der Finanzkrise, die schon 2007 begonnen habe, jedenfalls ab Mai 2008 ausgebrochen sagte Miklas. "Da wusste kein Treasurer mehr, ob er am nächsten Tag seine Bank aufsperren kann. Das war wirklich dramatisch, die Banken liehen sich gegenseitig kein Geld mehr." Die Menschen hätten dies so stark nur nicht mitbekommen.

Ähnlich sah er dann die Situation Mitte Dezember 2009 bei der Hypo, die unbedingt zu retten gewesen sei, denn sonst wäre mit einem "Wahnsinns-Run" nicht nur auf die Hypo Alpe Adria, "sondern in ganz Österreich und auch in ganz CEE zu rechnen gewesen", so der wortreiche Miklas, der sich als Auskunftsperson im Lokal 6 nicht fotografieren oder filmen lassen wollte, was nach neuer Verfahrensordnung möglich ist.

Linz/Schwertberg (APA) - Der oö. Fahrzeuglogistiker Hödlmayr mit Sitz in Schwertberg (Bez. Perg) hat 2017 mit 275 Mio. Euro den bisher besten Umsatz und das zweitbeste Ergebnis erzielt. Der Wegfall eines Auftrages im Volumen von 20 Euro konnte wieder wettgemacht werden. Das berichtete Firmenchef Johannes Hödlmayr in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz.
 

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OÖ. Kfz-Logistiker Hödlmayr 2017: Bester Umsatz, zweitbestes Ergebnis

Brüssel (APA) - Die EU-Finanzminister werden am Freitag bei ihrem Treffen in Brüssel zwei weitere Länder von der schwarzen Liste der Steuersünder-Länder streichen. Bahama und Saint Kitts und Nevis dürfen sich freuen, hieß es am Mittwoch in EU-Ratskreisen in Brüssel.
 

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Schwarze Steuerliste: EU streicht zwei Länder - Jetzt nur mehr sieben

Wien (APA) - Der Umbau des heimischen Sozialversicherungssystems wird nur unter schwerem Protest der Gewerkschaft über die Bühne gehen. Das haben ÖGB-Vertreter am Mittwoch klar gemacht. Die Bundesregierung verteidigte ihre Pläne, Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sah sich den Österreichern, nicht Interessensvertretern verpflichtet. Hauptverbands-Chef Alexander Biach wünschte sich Harmonie bei den Leistungen.
 

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ÖGB droht mit Kampfmodus gegen Sozialumbau