Hypo-U-Ausschuss - "Grande Finale" mit Promis und einer Prise Wehmut

Der vorletzte Tag im Hypo-Untersuchungsausschuss wartet noch einmal mit bekannten Gesichtern auf: Am Vormittag muss der frühere Langzeit-Bankchef Wolfgang Kulterer den Abgeordneten erneut Rede und Antwort stehen, am Nachmittag muss Ex-Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) zum zweiten Mal im Ausschuss erscheinen. Die Abgeordneten zeigten sich teils etwas wehmütig wegen des bevorstehenden Endes.

Während es wenige Meter weiter im Hauptausschuss um die künftige Führung des Rechnungshofes geht, beschäftigt sich der Ausschuss im Budgetsaal weiter mit der Vergangenheit der Skandalbank Hypo, die den Steuerzahler Milliarden kostet. Kulterer stehe für ein System, in dem viele Leute profitiert hätten, denn irgendwo müsse das Geld ja hingekommen sein, meinte NEOS-Mann Rainer Hable vorm "Grande Finale". In Kulterers Vermögensverhältnissen gebe es "Auffälligkeiten".

Fekter wiederum stehe für die "Untätigkeit der Politik", man habe jahrelang eine "de facto bankrotte Bank" weitergeführt - "auf Kosten der Steuerzahler", betonte Hable. FPÖ-Mandatar Erwin Angerer fand es schade, dass eine Gegenüberstellung von Fekter und dem früheren Aufsichtsratschef Johannes Ditz vom Verfahrensrichter "verwehrt" worden sei. Ditz kommt am letzten Tag, dem 28. Juni, in den Ausschuss.

"Ich glaube, wir müssen uns alle an ein etwas anderes Leben - ohne Untersuchungsausschuss - gewöhnen", scherzte Hable. Er freue sich aber, in Form des Endberichts, der im Herbst vorliegen soll, Bilanz zu ziehen. Der Grüne Abgeordnete Werner Kogler erinnerte denn auch daran, dass mit der Zusammenführung von Aussagen und Akten noch "ein Stück Arbeit" vor den Abgeordneten liege.

"Es war eine extrem spannende Zeit", meinte Philip Kucher von der SPÖ. Der Abgeordnete vermeinte sogar eine Art "Sehnsucht" zu verspüren, wenn er die Ausschuss-Protagonisten eine Woche nicht gesehen hat. "Wir werden uns alle wiedersehen", versprach er aber.

"Ich bin nicht betrübt, aber ich glaube, dass der Ausschuss wichtig war", befand Angerer. Dem pflichtete ÖVP-Fraktionsführerin Gabriele Tamandl bei: "Ich glaube, dass der U-Ausschuss sehr gute Arbeit geleistet hat - auch wenn wir uns manchmal verzettelt haben", wie sie einräumte. Aber: "Fad wird mir nicht."

Ganz und gar froh über das Ende des Ausschusses zeigte sich Team Stronach-Mandatar Robert Lugar: "Das kann ich nur als Scherzfrage werten", antwortete er den Journalisten. Der Ausschuss habe sich "totgelaufen", man brauche nun schnell einen Schlussbericht.

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