Hypo-U-Ausschuss - Gewinnprognose der Hypo 2009 war "absurd"

Der Grüne-Fraktionsführer Werner Kogler hat der früheren stv. Hypo-Staatskommissärin, Monika Hutter, ihren Bericht zur Aufsichtsratssitzung vom 12. November 2008 vorgehalten. Damals hatte Hutter die Gewinnaussichten der Hypo für das Jahr 2009 kritisiert. Diese sei "eine von mehrere denkwürdige Sitzungen" gewesen, erinnerte sich Hutter.

Die "sehr verlässliche Hochrechnung" für das Jahr 2008 hätte bereits eine Minus von 300 Mio. Euro vorausgesagt, aber eigentlich sei ein Plus von 250 Mio. Euro anvisiert worden. Die positive Gewinnaussicht der Hypo für das Geschäftsjahr "war absurd", betonte Hutter im U-Ausschuss am Dienstag. Im Geschäftsjahr 2007 hätte die Hypo mit Auflösung von Rücklagen ein Ergebnis von minus 60 Mio. Euro erzielt.

Der Hypo-Vorstand wollte damals durch eine Margenerhöhung und Senkung der Kreditkosten wieder ins Plus kommen. Es habe "keine vernünftige Annahme für die Prognose gegeben", erinnerte sich Hutter. Die Einschätzung von Hypo-Chef Tilo Berlins war "nicht nachvollziehbar". Berlin habe "keinen Blick für makroökonomische Zusammenhänge" gehabt, kritisierte Hutter.

Auf ihren kritischen Bericht hat laut Hutter weder die Finanzmarktaufsicht und die Nationalbank reagiert. Sie habe das Gefühl gehabt, sie liefere etwas, was die beiden Institutionen "sowieso haben".

Team Stronach-Vertreter Robert Lugar wies darauf hin, dass auch die Bank Burgenland - wo Hutter auch als Staatskommissärin tätig war - sich von einer Regionalbank zu einer Problembank entwickelt habe. Sie habe "viel Erfahrung sammeln" können, was schieflaufen kann, so Hutter. Auch die anderen Staatskommissärinnen seien "sehr qualifizierte tüchtige Frauen", und hätten "genauso ordentlich" gearbeitet wie sie.

Lugar wollte von Hutter eine nähere Bewertung der Finanzkennzahlen 2003 der Hypo Consultans Holding. Der damalige Hypo-Vorstand Günter Striedinger habe diese "als nicht relevant" bezeichnet, so Hutter. "Sie gaben sich mit der zweifelhaften Antwort zufriedengeben?", fragte Lugar nach. Hutter verwies erneut auf Striedinger, für den damals die Finanzkennzahlen bei Consultants, "keine Aussagekraft" geboten hätten.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs