Hypo-U-Ausschuss - Dörfler: Verstaatlichung unter Druck erfolgt

Die Kärntner Landespolitik ist nach den Worten des freiheitlichen Kärntner Alt-Landeshauptmannes Gerhard Dörfler politisch nicht verantwortlich für die Hypo-Notverstaatlichung. Das sei in erster Linie der damalige Finanzminister Josef Pröll (ÖVP).

Bewusst eine Falschentscheidung habe aber sicher keiner der damaligen Verantwortungsträger getroffen. Man habe damals an eine positive Zukunft für die Hypo geglaubt - trotz oder dank der Verstaatlichung.

"Mir war die Geschwindigkeit, mir war der Druck in dieser Nacht des Wahnsinns, wie ich sie einmal bezeichnet habe, so unerklärbar", kritisierte Dörfler allerdings. Kärnten sei bezogen auf seinen Sanierungsanteil auch unter Druck gesetzt worden; er selbst "vom Herrn Pröll", sagte Dörfler. Insgesamt steuerte Kärnten 200 Mio. Euro bei.

Die Bayern hätten wiederum das Hypo-Pleiteszenario herbeigeführt. Am Samstag des Verstaatlichungswochenendes hätten sie gesagt, es gebe keinen Cent mehr. Als "Katastrophenszenario" hätten sie gemeint bei einer Hypo-Pleite werde Kärnten, Österreich und der gesamte Balkan "explodieren".

Seinen Ausführungen zufolge hätte Dörfler gerne auf anderen Wege eine Staatsbeteiligung bei der Hypo Alpe Adria herbeigeführt. "Ich bedauere zutiefst, dass es dahingehend nicht möglich war, Gespräche mit dem Finanzminister oder einem Vertreter zu führen."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte