Hypo-U-Ausschuss - Dörfler: Verstaatlichung unter Druck erfolgt

Die Kärntner Landespolitik ist nach den Worten des freiheitlichen Kärntner Alt-Landeshauptmannes Gerhard Dörfler politisch nicht verantwortlich für die Hypo-Notverstaatlichung. Das sei in erster Linie der damalige Finanzminister Josef Pröll (ÖVP).

Bewusst eine Falschentscheidung habe aber sicher keiner der damaligen Verantwortungsträger getroffen. Man habe damals an eine positive Zukunft für die Hypo geglaubt - trotz oder dank der Verstaatlichung.

"Mir war die Geschwindigkeit, mir war der Druck in dieser Nacht des Wahnsinns, wie ich sie einmal bezeichnet habe, so unerklärbar", kritisierte Dörfler allerdings. Kärnten sei bezogen auf seinen Sanierungsanteil auch unter Druck gesetzt worden; er selbst "vom Herrn Pröll", sagte Dörfler. Insgesamt steuerte Kärnten 200 Mio. Euro bei.

Die Bayern hätten wiederum das Hypo-Pleiteszenario herbeigeführt. Am Samstag des Verstaatlichungswochenendes hätten sie gesagt, es gebe keinen Cent mehr. Als "Katastrophenszenario" hätten sie gemeint bei einer Hypo-Pleite werde Kärnten, Österreich und der gesamte Balkan "explodieren".

Seinen Ausführungen zufolge hätte Dörfler gerne auf anderen Wege eine Staatsbeteiligung bei der Hypo Alpe Adria herbeigeführt. "Ich bedauere zutiefst, dass es dahingehend nicht möglich war, Gespräche mit dem Finanzminister oder einem Vertreter zu führen."

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne