Hypo-U-Ausschuss - BMF-Zeuge: Vertrauen in Hypo geschwunden

Wenig spektakulär gestaltete sich am Mittwoch die stundenlange Befragung des Zeugen aus dem Finanzministerium, Philipp Schöner, der dort seit 2009 mit der Hypo bzw. ihrer Abwicklung beschäftigt ist. Das heute im U-Ausschuss gezeichnete Bild zeigte zahlreiche Querelen und den wachsenden Vertrauensverlust des Finanzministeriums in die notverstaatlichte Hypo bzw. deren Manager.

Das Vertrauen im BMF in die Wirtschaftskraft der Hypo schwand zunehmend. Besonders als im Jahr 2014 noch zusätzliche Kapitalspritzen fällig wurden, "da war das Vertrauen nicht das beste", sagte der Zeuge. Die Hypo-Manager hätten damals zusätzliche Wertberichtigungen in den Töchtern angegeben. Erst mit einer Kapitalspritze von 750 Mio. Euro im April 2014 war das Institut wieder ausreichend kapitalisiert.
Eine andere Art des Misstrauens bezog sich auf die Verschwiegenheit: Schöners Chef im BMF, Alfred Lejsek, schrieb in einem Mail, dass er eine Information nicht der HGAA (Hypo Group Alpe Adria) zur Verfügung stellen wolle, da er kein Vertrauen in die Geheimhaltung der Bank habe. "Nach den Besprechungen die wir hatten, ist am nächsten Tag alles im 'Standard' gestanden, das ist nicht sinnvoll", meinte der Zeuge dazu. Zwar habe die Öffentlichkeit das Recht auf Information, räumte er ein, aber das Vertrauensverhältnis zwischen dem Finanzministerium und der Bank sei nicht gut gewesen.
Große Teile der Befragung drehten sich um die Bad Bank, deren Einrichtung ja Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) nicht durchführte. Aus einer Kommunikation mit EU-Kommissar Joaquin Almunia gehe hervor, dass Österreich der EU die Einrichtung einer Abbaueinheit binnen kürzester Zeit zugesagt habe, hieß es vom FPÖ-Abgeordneten Erwin Angerer. Das geschah aber dann doch nicht. Offenbar habe Fekter nicht verstanden, was eine Bad Bank sei, scherzte der Grüne Werner Kogler.
ÖVP-Fraktionsführerin Gabriele Tamandl verteidigte die Entscheidung Fekters gegen die Bad Bank. Diese hätte die Staatsschuld "maastrichtwirksam" in die Höhe getrieben. Österreich hätten dann Sanktionen der EU gedroht. Die FPÖ hatte allerdings heute einen Brief des Hypo-Aufsichtsratspräsidiums, also von Johannes Ditz (ÖVP) und Rudolf Scholten (SPÖ), vom Mai 2013 an Fekter präsentiert. Darin setzten sich die beiden nachhaltig für die Errichtung einer Bad Bank ein, denn diese würde Österreich zwei Milliarden Euro ersparen.
Am Nachmittag stand noch die Befragung der Hypo/Heta-Rechtsabteilungschefin Mirna Zwitter-Tehovnik bevor.

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere begab sich heute die Richterin auf die Spur einer Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen Meischberger und dem mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Die mit 2006 datierte Vereinbarung wurde laut Anklage erst im Herbst 2009 erstellt und unterschrieben.
 

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Grasser-Prozess - Richterin folgt Spur der Immoinvestvereinbarung

Wien (APA) - Die Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller sind am Dienstag in die dritte Runde gegangen. Kurz vor Beginn der Gespräche bestätigte sich, dass die Fronten weiterhin verhärtet sind und am heutigen Verhandlungstag nicht mit einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu rechnen sein dürfte. Für Freitag ist gegebenenfalls eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt.
 

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Metaller-KV - Standpunkte in dritter Runde noch weit auseinander

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der nach einer Klage wegen Marktmanipulation vereinbarte Vergleich zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht ist perfekt. Der zuständige Richter Alison Nathan stimmte dem Kompromiss am Dienstag in New York zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Dabei hatte der Starunternehmer die Aufseher jüngst noch bei Twitter verspottet.
 

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Richter stimmt Einigung zwischen Tesla-Chef und Börsenaufsicht zu