Hypo-U-Ausschuss - Aufklärungsphase nach Verstaatlichung im Fokus

Der Hypo-U-Ausschuss beschäftigt sich heute, Donnerstag, mit der Aufklärungsphase nach der Verstaatlichung. Am Vormittag wird der Jurist Georg Krakow befragt. Er hatte als "externer Koordinator" zwischen April 2012 und Mai 2014 die Aufgabe, die CSI Hypo in die Bank einzugliedern. Krakow, zuvor unter Anderem BAWAG-Chefankläger, wurde in der Hypo-Causa oft als "Vergangenheitsbewältiger" bezeichnet.

SPÖ-Fraktionsführer Jan Krainer erwartet sich von der Krakow-Befragung "wahrscheinlich wenig Neues". Er will Krakow auf die unterschiedlichen Auffassungen zu einer damals diskutierten Hypo-Insolvenz ansprechen. Die ÖVP-Fraktionsführerin Gabriele Tamandl interessiert sich für die Blockade der Aufarbeitung durch die Hypo-Bankorgane. Gestern hatte der ehemalige CSI-Anwalt Johannes Zink über das unkooperative Verhalten des damaligen Hypo-Chefs Gottwald Kranebitter und des Hypo-Aufsichtsratschefs Johannes Ditz mit den Ermittlern berichtet.

Der Team-Stronach-Abgeordnete Robert Lugar will Krakow befragen, welche Hypo-Angelegenheiten er genau koordiniert hat. Lugar interessiert sich auch speziell für die Rolle der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). NEOS-Vertreter Rainer Hable will den ehemaligen Hypo-Koordinator auch auf die "Blockade" der Hypo-Aufklärung ansprechen. FPÖ-Fraktionsführer Erwin Angerer hätte von Krakow gerne Details zum Hypo-Eigenkapitalersatz, erwartet aber keine Details aufgrund laufender Verfahren.

Am Nachmittag wird die in Hypo-Ermittlungen involvierte Bankenexpertin Doris Wohlschlägl-Aschberger befragt.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor