Hypo-Balkanbanken - Heta bräuchte Verkaufserlös für eigene Bilanz

Wien/Klagenfurt - Eine der Fragen beim Verkauf der Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken an Advent/EBRD ist, welche staatliche österreichische Gesellschaft den Deal zu Ende bringt. Da geht es nicht nur um bayerische Vetoklauseln. Es geht auch um die Verbuchung eines erwarteten Cash-Verkaufserlöses, der hereinkommen soll. Den beansprucht die Heta für sich.

Ende Oktober wurde bei der Hypo-Zerschlagung fixiert, den von der Hypo abgetrennte Südosteuropaholding (mitsamt der sechs Hypo-Töchter in der Region) vorübergehend in der staatlichen Bankenholding Fimbag zu parken. Seither ist die Fimbag treuhändische Eigentümerin der Balkanbanken. Bei dieser österreichinternen Übertragung hat die Fimbag die Abbaugesellschaft Heta - die vormalige Hypo Alpe Adria - ermächtigt, den Verkauf der Hypo-Balkanbanken zu Ende zu bringen.

Diese Verfügungsermächtigung des Eigentümers Fimbag an die Heta würde nun heute, Freitag, enden.

Jetzt wird noch geprüft, ob die Heta oder die nunmehrige Balkanbanken-Eigentümerin Fimbag den Verkaufsprozess weiter führen soll. In einer ad-hoc-Aussendung hat die Heta heute aber vorweg gewarnt: "Sollte entschieden werden, dass die Fimbag den Verkaufsprozess zu Ende führt, kann die Heta nicht mehr die Vorteile eines Verkaufs gegenüber einer Abwicklung des SEE-Netzwerks für sich verbuchen."

In diesem Fall würden Belastungen für die Heta erwartet, deren Ausmaß in den nächsten Wochen unter Einbeziehung eines externen Wirtschaftsprüfers feststellt würden, so die Heta.

Gemäß Verfügungsermächtigung ist der Verkauf des Südosteuropa-Netzwerkes unter anderem von der Zustimmung der Bayerischen Landesbank (BayernLB) abhängig. Die BayernLB hat in einem Brief an die Heta vom 26. November mitgeteilt, dass sich für München die Frage des Zustimmungsrechtes nicht stellt. Diese Zustimmung wäre aber, so die BayernLB, bei der Übertragung der Hypo Südosteuropa-Holding an die Republik Österreich (Fimbag) erforderlich gewesen. "Aufgrund der Stellungnahme der BayernLB wird geprüft, ob die Heta oder die nunmehrige Eigentümerin (Fimbag) den Verkaufsprozess weiter führen soll", so die Heta heute. Die Heta stehe dazu in Abstimmung mit dem Eigentümer.

Auch die BayernLB hatte in ihrer Stellungnahme an die Bank gestern Nacht argumentiert, dass der Heta und deren Gläubiger neben dem Verlust des Südosteuropanetzwerks ohne Erhalt eines Kaufpreises zusätzliche substanzielle Vermögensminderungen drohten. Eventuelle günstige Entwicklungen würden, so die BayernLB, ausschließlich der Fimbag zugutekommen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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