Hypo-Bad-Bank-Zahlungsstopp - Jetzt einmal Zeitgewinn

Wien/Klagenfurt/Rotterdam - Mit dem vorläufigen Zahlungsstopp der Hypo-Bad Bank Heta haben der Bund und die Abwicklungsbehörde FMA zunächst einmal Zeit gewonnen. Am Ende des Abwicklungsplans kann, wie übereinstimmend verlautet, dann ein Konkurs stehen. Derzeit ist es nicht so weit. Auch für den RZB-Chef und Banken-Obmann Walter Rothensteiner ist das relevant: "Ich habe immer Sorge, wenn eine Bank in Konkurs geht."

Dabei ist es ihm nebensächlich, dass die staatliche Hypo-Alpe-Adria Nachfolgegesellschaft keine Bank mehr ist. Ein Konkurs einer Bank habe immer negative Effekte auf die Volkswirtschaft, die Stimmung und aufs Rating, sagte Rothensteiner am Montag. Im Fall der Heta sei es auch darauf angekommen, den laufenden Balkan-Bankenverkauf nicht zu gefährden.

Positiv an den gestrigen Entscheidungen zur behördlichen Abwicklung der Heta sei, dass man jetzt das Heft in die Hand genommen und ewigen Diskussionen beendet habe, befand der Banker. Da es seit Jänner ein neues Banken-Abwicklungsregime gebe, sei es nur logisch, dass dies auf den Fall angewandt werde. Durch das Moratorium sei Zeit, die Dinge vielleicht doch noch vernünftig zu lösen.

Komme man zur Auffassung, dass es nicht mehr gehe, dann gehe es nicht mehr. Jetzt, so Rotheinsteiner, sei das aber nicht der Fall.

Auf die Bilanzen von Raiffeisen bzw. raiffeisen-nahen Unternehmen werde sich der vorläufige Zahlungsstopp der Hypo nicht merklich niederschlagen, so Rothensteiner auf Journalistenfragen. "Aus unseren Reihen hat gestern abend niemand laut aufgeschrien." Raiffeisen ist an einigen Landeshypos beteiligt. Die Hypos sind durch Schulden der Heta bei der gemeinsamen Pfandbriefstelle vom Heta-Moratorium betroffen. Dazu verwies Rothensteiner heute auf ein Netz von Solidarhaftungen der Hypos und der Länder.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen