Hypo-Bad-Bank-Zahlungsstopp - Jetzt einmal Zeitgewinn

Wien/Klagenfurt/Rotterdam - Mit dem vorläufigen Zahlungsstopp der Hypo-Bad Bank Heta haben der Bund und die Abwicklungsbehörde FMA zunächst einmal Zeit gewonnen. Am Ende des Abwicklungsplans kann, wie übereinstimmend verlautet, dann ein Konkurs stehen. Derzeit ist es nicht so weit. Auch für den RZB-Chef und Banken-Obmann Walter Rothensteiner ist das relevant: "Ich habe immer Sorge, wenn eine Bank in Konkurs geht."

Dabei ist es ihm nebensächlich, dass die staatliche Hypo-Alpe-Adria Nachfolgegesellschaft keine Bank mehr ist. Ein Konkurs einer Bank habe immer negative Effekte auf die Volkswirtschaft, die Stimmung und aufs Rating, sagte Rothensteiner am Montag. Im Fall der Heta sei es auch darauf angekommen, den laufenden Balkan-Bankenverkauf nicht zu gefährden.

Positiv an den gestrigen Entscheidungen zur behördlichen Abwicklung der Heta sei, dass man jetzt das Heft in die Hand genommen und ewigen Diskussionen beendet habe, befand der Banker. Da es seit Jänner ein neues Banken-Abwicklungsregime gebe, sei es nur logisch, dass dies auf den Fall angewandt werde. Durch das Moratorium sei Zeit, die Dinge vielleicht doch noch vernünftig zu lösen.

Komme man zur Auffassung, dass es nicht mehr gehe, dann gehe es nicht mehr. Jetzt, so Rotheinsteiner, sei das aber nicht der Fall.

Auf die Bilanzen von Raiffeisen bzw. raiffeisen-nahen Unternehmen werde sich der vorläufige Zahlungsstopp der Hypo nicht merklich niederschlagen, so Rothensteiner auf Journalistenfragen. "Aus unseren Reihen hat gestern abend niemand laut aufgeschrien." Raiffeisen ist an einigen Landeshypos beteiligt. Die Hypos sind durch Schulden der Heta bei der gemeinsamen Pfandbriefstelle vom Heta-Moratorium betroffen. Dazu verwies Rothensteiner heute auf ein Netz von Solidarhaftungen der Hypos und der Länder.

London (APA/Reuters) - Sechs Monate vor dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens ist die erwartete massenhafte Verlagerung von Jobs in der Finanzbranche bisher ausgeblieben. Lediglich 630 Arbeitsplätze seien in andere Länder verschoben worden, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Umfrage hervor.
 

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Brexit - Britische Finanzbranche verlagerte bisher nur 630 Jobs

Wiesbaden (APA/dpa/Reuters) - Die gute Konjunktur hat die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 um 46,5 Milliarden Euro sinken lassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte waren Ende Juni mit rund 1,93 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis vorläufiger Erhebungen mitteilte.
 

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Deutschlands Schuldenberg verringerte sich um über 46 Milliarden Euro

Mailand (APA) - Die Bank Austria-Mutter UniCredit reagiert mit einem "No comment" auf Mediengerüchte über eine angeblich 2019 geplante große Fusion mit einem englischen oder niederländischen Geldhaus. Die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" spekulierte am Mittwoch über Akquisitionspläne des UniCredit-Vorstandschefs Jean-Pierre Mustier im kommenden Jahr.
 

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UniCredit: No Comment zu Gerüchten über Fusionspläne 2019