Humanic-Mutter Leder & Schuh nach Sanierung wieder auf Expansionskurs

Graz (APA) - Die Humanic-Mutter Leder & Schuh hat nach einem mehrjährigen Restrukturierungsprogramm im Jahr 2017 zum zweiten Mal seit 2010 wieder einen Gewinn geschrieben. Das Unternehmen habe das Geschäftsjahr wieder in der Gewinnzone beendet und neue Filialen eröffnet, sagte Leder & Schuh-Chef Werner Weber zur APA, ohne genaue Gewinnzahlen zu nennen.

Die Grazer Schuhhandelskette hat bei der Sanierung auf eine Mischung aus Schließungen und Verkäufen der einst 349 Filialen gesetzt. Nach drei Jahren sind 206 übrig, davon 116 in Österreich. Die Mitarbeiterzahl schrumpfte von 3.300 auf 2.300. Leder & Schuh ist mit Humanic und Shoe4You Marktführer im Schuhhandel in Österreich und mit Filialen in Deutschland und Osteuropa einer der größten Schuhanbieter Europas. Der Gewinn der Schuhhandelskette lag im Jahr 2016 bei 16,4 Mio. Euro.

Leder & Schuh erzielte im Jahr 2017 mit den Vertriebsmarken Humanic und Shoe4You ein Umsatzplus von 3,6 Prozent auf 374 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2016 lag der Konzernumsatz noch bei 413 Mio. Euro, darin war aber noch der Umsatz der Ende 2016 stillgelegten Vertriebslinie Jello enthalten. Derzeit gebe es auch noch zwei Stiefelkönig-Filialen, die voraussichtlich noch heuer zu Humanic-Standorten umgebaut oder geschlossen werden sollen, sagte Weber.

2018 will der Leder & Schuh-Chef rund 10 neue Filiale in Österreich, Osteuropa und Deutschland eröffnen. Derzeit sei man intensiv auf Standortsuche. Die Schuhhandelskette hat zuletzt rund 10. Mio. Euro in das Marktwachstum investiert. Der Großteil davon sei auf die Neueröffnung von sieben Filialen und zahlreiche Filialumbauten entfallen, so Weber. Auch in die Digitalisierung des Geschäftsmodells habe man kräftig investiert.

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