HSBC schließt auf Jersey Konten von nicht einheimischen Kunden

London - Die britische Bank HSBC schließt auf der Kanalinsel Jersey die Konten von Kunden, die nicht dort wohnen. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass die Bankkonten auf der lange als Steuerparadies geltenden Insel für strafbare Zwecke missbraucht werden, verlautete am Dienstag aus dem Umfeld der Bank. Diese überprüft derzeit Kunden, die auf den britischen Kanalinseln Konten haben.

Hintergrund sind verschärfte Kontrollen der britischen Behörden gegen Steuerflucht. Die Kontoinhaber werden derzeit aufgefordert, in ihrer Filiale Pass und Meldebescheinigung vorzulegen. Fehlt letztere, wird ihr Konto geschlossen. "HSBC hat mehrere Reformen umgesetzt, mit der verhindert werden soll, dass ihre Bankdienste zur Steuerflucht oder Geldwäsche genutzt werden", teilte die Bank mit.

"Wir trennen uns von Kunden, die nicht diesen Kriterien entsprechen oder bei denen wir Bedenken wegen ihrer Steuerzahlungen haben", hieß es. Nicht nur die Steuerkriminalität werde immer raffinierter, sondern auch die Informationen über die Kunden, ihre Identität und ihre Adresse. Dies helfe bei der Überwachung der Transaktionen und beim Aufspüren möglicher betrügerischer Aktivitäten.

Jersey gehört nicht zu Großbritannien, aber zur britischen Krone. Die Insel hat ihre eigenen Gesetze und ein eigenes Parlament, einen blühenden Finanzdienstleistungssektor und niedrige Steuern. Laut einem Bericht des Senders BBC überprüfen auf Druck der Behörden noch weitere britische Banken ihre Kunden.

Die HSBC steht derzeit auch im Zentrum eines internationalen Finanzskandals. Ein Recherche-Netzwerk hatte am 9. Februar Schwarzgeld-Konten und Geschäfte mit Waffenhändlern und Schmugglern bei der Schweizer HSBC öffentlich gemacht. Den Recherchen zufolge half die Bank in der Vergangenheit weltweit zehntausenden Kunden, darunter bekannte Diktatoren und Kriminelle, rund 180 Mrd. Euro vor den Steuerbehörden zu verstecken.

Die Schweizer Filiale hatte sich nach den Enthüllungen von den kritisierten Praktiken distanziert. Seit 2008 habe die Bank einen radikalen Umbau vorgenommen. Die Geschäftspraktiken seien grundlegend überarbeitet und Konten von zweifelhaften Kunden geschlossen worden.

Berlin (APA/dpa) - Angesichts des deutschen Aufholbedarfs bei der E-Mobilität empfehlen Experten der Bundesregierung, den Umweltbonus für Elektroautos beizubehalten. Er solle gezahlt werden, bis das Ziel von einer Million E-Autos erreicht sei, sagte der Chef der beratenden Nationalen Plattform Mobilität (NPE), Henning Kagermann, am Mittwoch. Der steigende Marktanteil der Elektromobilität sei "kein Selbstläufer".
 

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Deutschland - Experten für Verlängerung von Umweltbonus für E-Autos

München/Ingolstadt (APA/AFP) - Der in Untersuchungshaft sitzende beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler ist mit seiner Haftbeschwerde in die nächste Instanz gegangen. Wie eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München II am Mittwoch sagte, habe Stadler am Montag eine weitere Beschwerde vor dem Oberlandesgericht München eingelegt. Mitte August hatte das Landgericht München seine Haftbeschwerde abgelehnt.
 

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Beurlaubter Audi-Chef Stadler geht in nächste Instanz

Hamburg (APA/AFP) - Der irische Billigflieger Ryanair bietet seinen in Deutschland stationierten Piloten eine Festanstellung sowie die Übernahme von Ausbildungskosten an. "Bis Weihnachten sind alle Piloten, die in Deutschland ihre Basis haben, direkt bei uns angestellt", sagte Ryanair-Manager Peter Bellew der Wochenzeitung "Die Zeit".
 

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Ryanair bietet in Deutschland stationierten Piloten Festanstellung an