Hotelkette Marriott bei Starwood-Übernahme auf Zielgerade

New York - In der milliardenschweren Übernahmeschlacht um die US-Hotelkette Starwood steht Konkurrent Marriott vor dem Ziel. Die Gegenbieter um den chinesischen Versicherer Anbang zogen am Donnerstag überraschend ihr jüngstes Offert über rund 14 Mrd. Dollar (12,3 Mrd. Euro) zurück.

Damit ist nun der Weg für Marriott frei, den Hotelbetreiber der Sheraton- und Westin-Häuser zu kaufen und zum weltweiten Marktführer mit insgesamt etwa 5.700 Hotels aufzusteigen. Zuvor hatten sich beide Interessenten eine Bieterschlacht geliefert und ihre Angebote für Starwood stetig erhöht. Nun sollen die Aktionäre beider US-Firmen am 8. April über den Zusammenschluss abstimmen.

Aufgrund verschiedener Marktüberlegungen habe sich das Konsortium entschieden, das Offert nicht weiterzuverfolgen, teilte Anbang mit. Weitere Details wurden nicht genannt, was für Spekulationen über die Beweggründe sorgte. Medienberichten zufolge hätte die chinesische Versicherungsaufsicht Einwände gegen die Übernahme haben können. Starwood hatte zuletzt bereits ein Kaufangebot von Marriott über 13,6 Mrd. Dollar beziehungsweise rund 75 Dollar je Aktie angenommen. Kurz darauf hatte allerdings das Anbang-Konsortium, zu dem auch die Beteiligungsgesellschaften J.C. Flowers und Primavera Capital gehören, noch mal nachgelegt.

Im nachbörslichen Handel gab die Marriott-Aktie um knapp fünf Prozent nach, das Starwood-Papier fiel um 4,4 Prozent. Zu Marriott gehören Hotelbetreiber wie Ritz-Carlton, Bvlgari, Renaissance, Fairfield und Courtyard.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch