Hotelierkongress - Branche stemmt sich gegen Schnee- und Russenmangel

Wien - Die laufende Wintersaison 2014/15 prägen das warme Wetter, der Mangel an Schnee und das Ausbleiben der russischen Urlauber infolge der starken Rubel-Abwertung. Die Branche ist dennoch zuversichtlich. "Ich glaube, dass wir keine besonders schlechte Saison vor uns haben", sagte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Gregor Hoch, am Montag beim Jahreskongress in Kitzbühel.

Es gebe viele Destinationen, wo Skifahren uneingeschränkt möglich sei. Zudem sei es in den Herkunftsländern der Urlauber winterlich gewesen, vermerkte Hoch als positiven Aspekt. Die Tatsache, dass es im für Österreichs Tourismus wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland kalt war, habe für einen Buchungsanstieg gesorgt. Schnee sei zwar "ein wesentlicher Faktor", doch die Betriebe müssten sich auch verstärkt vom Wetter unabhängig machen.

Bei den russischen Buchungen gebe es "sicherlich einen Rückgang". Vor zehn bis 15 Jahren seien nur die ganz reichen Russen aus der Oberschicht gekommen. "Denen ist der Rubel-Kurs nicht so wichtig." Wo es jetzt Rückgänge gebe, sei bei der Mittelschicht.

Doch die Auswirkungen auf die österreichischen Urlaubsorte seien äußerst unterschiedlich. "Es gibt Gegenden bzw. Destinationen und einzelne Betriebe, die davon sehr betroffen sind, andere wiederum spüren gar nichts."

Zudem sei Österreich "ein sehr sicheres Urlaubsland". "Ich glaube, dass keine schlechte Saison auf uns wartet", gab sich Hoch optimistisch.

In der vorigen Wintersaison kamen fast 300.000 russische Touristen nach Österreich. Das waren 1,8 Prozent aller Urlauber. Zwischen Jänner und Oktober 2014 sank der Anteil laut Kabinettschef von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Joachim Preiss, auf 1,4 Prozent.

Die Zahl der Nächtigungen durch Russen ging per Ende Oktober um 5,2 Prozent zurück. Das sei statistisch mit Steigerungen bei den Gästen aus den USA und China noch ganz gut aufgefangen worden. Anfang 2014 kamen die Russen noch ungebremst. "Letztes Jahr im Winter war die Welt noch in Ordnung, was dieses Gästesegment betrifft", sagte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer.

Immerhin buchten die Touristen aus Russland im Winter 2013/14 rund 1,4 Millionen Nächtigungen in österreichischen Hotels, was einem durchschnittlichen Anteil von 2,1 Prozent entspricht. Deutlich über dem Schnitt lag der Anteil der russischen Gäste mit 10 Prozent aber beispielsweise in Sölden. Auch Mayrhofen im Zillertal und Ischgl leiden besonders unter der rückläufigen Nachfrage der Russen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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