Hotelierkongress - Köstinger stellte Erleichterungen in Aussicht

Wien (APA) - Das Leben der Hoteliers des Landes könnte bald wieder etwas leichter werden. Zumindest unterstrich Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am Dienstag beim Hotelierkongress in Wien ihre Unterstützung für die Branche und stellte auch Verbesserungen in Aussicht. Dabei geht es nicht nur um die Senkung der Übernachtungssteuer von 13 auf 10 Prozent, die auch schon Bundeskanzler Sebastian Kurz zusagte.

Auf politischer Ebene seien auch bereits Gespräche zum Modus der Betriebsübernahmen und -genehmigungen geführt worden, um hier "Erleichterungen zu erzielen", so die Ministerin. "Die Abschreibungen sind auch ein brennendes Thema", sagte Köstinger in Anspielung auf die von der Branche geforderte Rücknahme der Abschreibungsdauer für Investitionen in Gebäude und Umbauten von 40 auf 33 Jahre. "Wir haben bereits Gespräche mit dem Finanzminister geführt und werden uns dem annehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen."

Das wichtigste Kapital in einem Betrieb seien die Mitarbeiter, so die Ministerin. Manchmal brauche es Regelungen, "die einfach praxistauglicher sind". "Auch hier sind wir bereits dabei, mit dem Koalitionspartner auszuloten, was wir für die Arbeitnehmer und -geber erwirken können."

Die Tourismusbetriebe fordern jedenfalls für den Bedarfsfall eine gesetzliche Verkürzung der nächtlichen Ruhezeiten von derzeit elf auf acht Stunden, "um die Realität in Legalität umzusetzen", wie es die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Petra Nocker-Schwarzenbacher, am Rande des Kongresses im Gespräch mit der APA formulierte.

Mit Verweis auf den ehemaligen Wirtschafts- und Tourismusminister Harald Mahrer sagte Köstinger, "wir sind angehalten seinen Weg fortzuschreiben". Das betreffe natürlich auch "den Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum und den ganzen Themenkomplex der Auflagen und auch der Kontrolle". Mit dem für Reformen und Deregulierung zuständigen Justizminister Josef Moser seien dazu ebenfalls bereits erste Gespräche geführt worden.

Mit der Umbenennung des Landwirtschafts- und Umweltministeriums in "Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus" sollen der Ministerin zufolge "der Stellenwert und auch die Wichtigkeit des Tourismus herausgestrichen" werden. Die Lebensgrundlagen und Ressourcen in dem Land inklusive Landwirtschaft, Umwelt-, Energie- und Klimapolitik seien unter dem Begriff Nachhaltigkeit zusammengefasst worden.

Vonseiten der Touristiker seien "Forderungen da, Verbesserungen herzustellen". Im Rahmen von Gesprächen im Jänner habe man sich bereits darauf geeinigt, "die Mehrwertsteuersenkung für Beherbergungsbetriebe von 13 auf 10 Prozent noch in diesem Jahr umzusetzen". "Ich bin dabei, mit dem Finanzminister die entsprechenden Anträge einzubringen."

Mit einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 16 Prozent sei der Tourismus "ein extrem wichtiger Bereich, den es gilt für die Zukunft zu bearbeiten", so Köstinger. Es sei ein ganz großes Anliegen und Ziel, in den kommenden Jahren eine Tourismusstrategie auf den Weg zu bringen. "Die Frage ist, wie wir den Bereich der Landwirtschaft, des ländlichen Raums stärken und mit dem Tourismus vernetzen können."

Straßburg (APA) - Das Europäische Parlament in Straßburg hat am Dienstag ehrgeizige Ziele für erneuerbare Energien und zur Energieeffizienz verabschiedet. Bis 2030 soll sich die Energieeffizienz der EU um 32,5 Prozent verbessert haben und der Anteil erneuerbarer Energie in der EU mindestens 32 Prozent betragen. Beide Ziele sollen bis 2023 überprüft werden, dürfen aber nicht gesenkt werden.
 

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EU beschloss ambitionierte Ziele bei Energieeffizienz

Wien (APA) - Das verfahrene Bild von den Verhandlungen im Metaller-KV beginnt sich verstärkt in den Verhandlungen zum Bahn-KV zu spiegeln. Wie die Metaller-Arbeitgeber sehen auch die Bahn-Arbeitgeber in den Forderungen der Gewerkschaft ein "unerfüllbares Belastungspaket". Das sagte Thomas Scheiber, Obmann des Fachverbandes Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer, im APA-Gespräch am Dienstag.
 

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Bahn-KV - Fronten ähnlich verhärtet wie bei den Metallern

Wiesbaden (APA/AFP) - Der deutsche Arbeitsmarkt ist weiter in Bestform: Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung überstieg die Zahl der Beschäftigten in einem Quartal die 45-Millionen-Marke, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.
 

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Zahl der deutschen Erwerbstätigen im 3. Quartal über 45 Millionen