Honda ruft Millionen Autos wegen Airbag in die Werkstatt

Detroit/Washington/Tokio - Im Airbag-Skandal bei dem japanischen Zulieferer Takata weitet Honda seinen Rückruf aus. Der Autobauer beorderte weitere 2,2 Millionen Autos in Nordamerika in die Werkstätten, wie Honda am späten Mittwoch bekanntgab. Betroffen seien Modelle aus den Jahren 2005 bis 2013. Bei ihnen würde der Airbag ausgetauscht.

Seit 2008 hat Honda allein in den USA mehr als sechs Millionen Fahrzeuge wegen defekter Takata-Airbags repariert. Weltweit stehen zehn Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung, neun davon in den USA. Wegen Feuchtigkeit explodieren die Airbags mit zu viel Kraft, wodurch Fahrzeuginsassen mit Splitterteilen verletzt oder getötet werden können.

Wegen eines anderen Defekts, der dazu führen kann, dass der Airbag erst gar nicht ausgelöst wird, ruft Honda zudem etwa 340.000 Fahrzeuge des Modells Accord zurück. US-Händler wies der Autobauer an, eine neuere Version des Honda Civic zunächst nicht mehr zu verkaufen. Die beiden Modelle gehören zu den beliebtesten in den USA.

Bis Dezember hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA 23 Millionen defekte Airbags in 19 Millionen Autos zurückgerufen. Den Ermittlungen der NHTSA zufolge sind vor allem Airbags in älteren Modellen betroffen.

Die hohen Kosten in Zusammenhang mit dem Skandal hinterlassen ihre Spuren in der Bilanz von Honda. Im dritten Quartal fiel der Gewinn um mehr als ein Fünftel obwohl der Umsatz gut drei Prozent zulegte. Honda ist die Nummer drei der Branche in Japan und der größte Kunde von Takata.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro