Holzindustrie Schweighofer will künftig außerhalb Rumäniens wachsen

Der österreichische Holzriese Schweighofer ist in Rumänien an die Grenzen seines Wachstums gestoßen. "Wir werden dort sicher kein viertes Sägewerk bauen", sagte Georg Erlacher, Mitglied der Geschäftsführung, am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Seit 2003 habe der Konzern in dem Land 800 Mio. Euro in fünf Standorte investiert und dabei über 3.000 Arbeitsplätze geschaffen.

In den nächsten Jahren werde es "sicher außerhalb Rumäniens", eventuell in einem der umliegenden Länder, ein weiteres Sägewerk geben, kündigte Erlacher eine weitere Expansion des Unternehmens an. Der Umsatz der Gruppe soll mittelfristig von zuletzt rund 650 Mio. Euro (2015) auf 1 Mrd. Euro wachsen. Dazu sollen nicht zuletzt die beiden jüngsten Sägewerke im rumänischen Reci und im deutschen Krodersdorf beitragen. In Österreich betreibt der Konzern ein Viskose-Zellstoff-Werk in Hallein (Salzburg).

Das dritte und letzte Sägewerk in Rumänien ging 2015 in Betrieb. Schweighofer verarbeitet in dem Land bereits rund 30 Prozent des Nadelholzaufkommens und hat eine dominante Stellung auf dem Markt. 2014 lag der Wert bei 28 Prozent. "Unsere Plangröße sind 30 Prozent", sagte Erlacher. Das entspricht der nunmehrigen gesetzlichen Regelung (Deckelung). "Wir haben das dritte Sägewerk nicht mit dem Wissen des neuen Gesetzes gebaut", sagte der Manager. "Wir haben alles, etwa die Versorgung der Werke mit Holz, noch einmal durchplanen müssen", räumte Erlacher neu hinzugekommene Einschränkungen ein.

Zudem hätten die rumänischen Holzpreise zuletzt massiv angezogen. Fast die Hälfte des von dem Unternehmen verarbeiteten Holzes in Rumänien stammt bereits aus dem Ausland. Der Schweighofer-Konzern geht davon aus, dass bei ihm der Anteil des rumänischen Holzes heuer auf rund 1,6 Millionen Kubikmeter (Festmeter) weiter leicht zurückgehen wird - 2010 waren es noch über 2 Millionen Kubikmeter. Grund für die rückläufige Entwicklung seien auch "utopische Preise bei den Holzversteigerungen in Rumänien", so Erlacher. Parallel dazu steigt der Anteil der Importe von Schweighofer in Rumänien 2016 auf voraussichtlich 48 Prozent (1,5 Millionen Kubikmeter), vor sechs Jahren waren es erst 14 Prozent. Zwei Drittel des Waldes in Rumänien werden den Angaben zufolge vom Staat bewirtschaftet.

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