HolcimLafarge-Angestellte fordern Ausbau der Arbeitnehmerrechte

Zürich - Im Zug der Vorbereitung der Fusion der Zementkonzerne Holcim und Lafarge hat sich am Montag auch die Arbeitnehmerschaft zu Wort gemeldet. Mit einer Kundgebung vor dem Hallenstadion in Zürich forderte sie die Aktionäre auf, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen.

Zur Kundgebung vor Beginn der ordentlichen Generalversammlung von Holcim fanden sich rund 50 Vertreter der Arbeitnehmerschaft ein. Auf Plakaten und mit Flugblättern, die sie den Aktionären überreichten, forderten sie eine Verbesserung der Arbeitnehmerrechte bei der Fusion.

So sollen die zwei Zementkonzerne allen jetzigen Angestellten den Erhalt des Arbeitsplatzes für mindestens zwei Jahre garantieren. Zudem sollen Holcim und Lafarge sofort die Verhandlungen über ein globales Rahmenabkommen und für einen neuen europäischen Betriebsrat aufnehmen.

Besorgt zeigten sich die Vertreter insbesondere über die Zukunft der rund 15.000 Beschäftigten jener Bereiche, die die beiden Konzerne aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen wollen.

Der bereits bestimmte Käufer, der irische Zementkonzern CRH, gelte als ein wenig arbeitnehmerfreundliches Unternehmen, schreiben die Gewerkschaften auf ihrem Flugblatt. Die Unternehmen sollen gerade gegenüber diesen Angestellten ihre soziale Verantwortung übernehmen.

Bei der ordentlichen Generalversammlung ist die Fusion kein Tagesordnungspunkt. Über das Zusammengehen mit Lafarge entscheiden die Holcim-Aktionäre erst an der außerordentlichen Generalversammlung am 8. Mai.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne