HolcimLafarge-Angestellte fordern Ausbau der Arbeitnehmerrechte

Zürich - Im Zug der Vorbereitung der Fusion der Zementkonzerne Holcim und Lafarge hat sich am Montag auch die Arbeitnehmerschaft zu Wort gemeldet. Mit einer Kundgebung vor dem Hallenstadion in Zürich forderte sie die Aktionäre auf, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen.

Zur Kundgebung vor Beginn der ordentlichen Generalversammlung von Holcim fanden sich rund 50 Vertreter der Arbeitnehmerschaft ein. Auf Plakaten und mit Flugblättern, die sie den Aktionären überreichten, forderten sie eine Verbesserung der Arbeitnehmerrechte bei der Fusion.

So sollen die zwei Zementkonzerne allen jetzigen Angestellten den Erhalt des Arbeitsplatzes für mindestens zwei Jahre garantieren. Zudem sollen Holcim und Lafarge sofort die Verhandlungen über ein globales Rahmenabkommen und für einen neuen europäischen Betriebsrat aufnehmen.

Besorgt zeigten sich die Vertreter insbesondere über die Zukunft der rund 15.000 Beschäftigten jener Bereiche, die die beiden Konzerne aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen wollen.

Der bereits bestimmte Käufer, der irische Zementkonzern CRH, gelte als ein wenig arbeitnehmerfreundliches Unternehmen, schreiben die Gewerkschaften auf ihrem Flugblatt. Die Unternehmen sollen gerade gegenüber diesen Angestellten ihre soziale Verantwortung übernehmen.

Bei der ordentlichen Generalversammlung ist die Fusion kein Tagesordnungspunkt. Über das Zusammengehen mit Lafarge entscheiden die Holcim-Aktionäre erst an der außerordentlichen Generalversammlung am 8. Mai.

München (APA/Reuters) - Siemens will beim Aufbau einer groß angelegten Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Europa helfen. Der deutsche Industriekonzern beteiligt sich mit 10 Millionen Euro an dem schwedischen Start-up-Unternehmen Northvolt, das dort in den nächsten Jahren eine Batteriefabrik bauen will, wie beide Firmen am Freitag in München mitteilten.
 

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Siemens beteiligt sich an Bau von Batteriefabrik in Schweden

Stuttgart (APA/Reuters) - Daimler könnte vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nach einem Bericht des "Spiegel" zum Rückruf von mehr als 600.000 Dieselfahrzeugen verdonnert werden. Das KBA gehe dem Verdacht nach, dass bei diesen Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen die Wirkung der Abgasreinigung manipulierten, berichtete das Magazin am Freitag.
 

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Daimler droht Massenrückruf wegen Diesel

Wien/Sattledt (APA) - Der Diskonter Hofer plant in Maxglan in Salzburg den Bau seiner Osteuropa-Zentrale mit rund 350 Jobs im Endausbau, berichten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag. Hintergrund für den Neubau sei, dass der derzeitige Hofer-Bürostandort mit 170 Mitarbeitern aus allen Nähten platze. Der neue Bürokomplex mit über 10.000 Quadratmetern Nutzfläche soll einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.
 

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Diskonter Hofer plant Osteuropa-Zentrale in Salzburg mit 350 Jobs