Hofer-Mutter Aldi Süd will 45 Supermärkte in Norditalien eröffnen

Rom/Sattledt/Mülheim (APA) - Die Hofer-Mutter Aldi Süd plant in diesem Jahr die Eröffnung von 45 Supermärkten in Italien. Der erste Aldi-Diskonter in Italien ist seit dem heutigen Freitag in Castellanza nahe Mailand offen, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" am Freitag. 880 Personen wurden bereits in Italien angestellt, das Personal soll auf 1.500 aufgestockt werden.

Weitere zehn Supermärkte sollen am 1. März in mehreren norditalienischen Ortschaften, darunter Peschiera del Garda, Piacenza, Rovereto und Trient eröffnet werden. Die Supermärkte mit einer Fläche von bis zu 1.400 Quadratmeter werden jeweils 20 Personen beschäftigen. Im Hauptquartier von Aldi Italien in Verona sind 268 Personen angestellt. Im Logistikzentrum in Oppeano nahe Verona sind weitere 618 Personen beschäftigt. Die Koordination des Markteintritts in Italien wie auch die Betreuung des neuen Ziellandes erfolgen durch die österreichische Hofer KG.

"Italien ist für uns ein spannender Zukunftsmarkt mit großem Potenzial. Wir möchten den italienischen Lebensmittelhandel nachhaltig verändern und auffrischen, indem wir unsere jahrelange Erfahrung mit Fingerspitzengefühl auf den Süden umlegen und das gewohnt beste Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten", so Hofer-Generaldirektor Günther Helm dazu am Freitag in einer Presseaussendung. Die bisher aus drei Personen bestehende Führungsebene in der KG wird um Wolfgang Frisch erweitert, der von Aldi Süd kommt. In Italien vor Ort ist Michael Veiser als Group Managing Director für die Geschicke von Aldi Italien verantwortlich. Das Filialdesign sei speziell für Italien entwickelt und auch das Sortiment bewusst auf die Bedürfnisse des italienischen Marktes abgestimmt worden. Die weitere Expansion sei in Planung.

"Vor zwei Jahren haben wir beschlossen, dass es der richtige Moment für den Einstieg in Italien ist. Wir haben stark investiert, um die Bedürfnisse der Konsumenten zu ergründen und uns von der Konkurrenz zu unterscheiden", sagte Veiser. Aldi will vor allem italienische Produkte mit Private Label anbieten.

"Wir setzen auf schrittweises Wachstum. Wir wissen, dass wir uns auf einem schwierigen Markt mit viele soliden Konkurrenten bewegen. Wir wollen uns mit einem qualitätsreichen und wettbewerbsfähigen Angebot unterscheiden", so Veiser.

Hofer betreibt in Österreich knapp 480 Filialen und beschäftigt mehr als 11.000 Mitarbeiter. Zu Hofer S/E zählen neben Hofer Österreich die Schweiz, Slowenien, Ungarn und künftig auch Italien. Aldi-Süd-Filialen gibt es in West- und Süddeutschland, in Großbritannien, den USA und Australien. In Nord-und Ostdeutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Polen ist hingegen die Unternehmensgruppe Aldi Nord mit einem eigenen Filialnetz vertreten. Aldi Süd und Aldi Nord planen zudem eine engere Kooperation.

Paris (APA/AFP) - Vor landesweiten Straßenblockaden am Samstag will die französische Regierung die Wut der Dieselfahrer über die hohen Kraftstoffpreise mildern. Premierminister Edouard Philippe kündigte am Mittwoch im Sender RTL eine Reihe von Maßnahmen an, um Haushalte mit geringem Einkommen zu entlasten. An der umstrittenen Erhöhung der Dieselsteuer zum 1. Jänner hält die Regierung aber fest.
 

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Frankreichs Regierung will Wut der Dieselfahrer mildern

London/Düsseldorf (APA/Reuters) - Die britische Regionalfluggesellschaft Flybe streicht vor dem Hintergrund schwieriger Marktbedingungen die Segel und stellt sich zum Verkauf. Der Vorstand sei bereits mit einer Reihe potenzieller Käufer im Gespräch, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit, ohne Details zu nennen. Es würden aber auch andere Optionen gezogen wie etwa weitere Kapazitäts- und Kostenreduzierungen.
 

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Britische Flybe stellt sich zum Verkauf

Kaprun (APA) - Am 10. Dezember gehen die österreichischen Skischulen mit einer eigenen neuen Buchungsplattform an den Start. Mit "book2ski.com" will die Branche ihre Leistungen jedoch nicht nur online vermarkten: Es geht vor allem darum, die Abhängigkeit von internationalen Buchungsplattformen und Konzernen zu verringern.
 

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Die österreichischen Skischulen setzen auf eigene Buchungsplattform