Hofer will von 450 auf 500 Filialen ausbauen

Die Österreich-Tochter Hofer des deutschen Diskonters Aldi Süd will mittelfristig von aktuell 450 auf künftig 500 Filialen ausbauen. Das kündigten die Generaldirektoren Günther Helm und Friedhelm Dold in einer Pressekonferenz am Freitag in Sattledt an.

Vor allem sehe man im urbanen Raum - im Großraum Wien, aber auch Linz und Wels - Wachstumschancen. Durch den Erfolg der Backbox für ofenfrisches Brot und Gebäck sowie mit Frischeartikeln könne man aber auch im ländlichen Raum noch weiße Flecken schließen. Das Backbox-Projekt wird schneller abgeschlossen als vorgesehen. Schon jetzt gibt es sie in drei Viertel aller Filialen, bis Jahresende sollen so gut wie alle Filialen damit ausgestattet sein.

Zufrieden ist man auch mit dem neuen Mobilfunk-Angebot unter der Marke "HoT". Bis Jahresende sei mit dem Start des leistungsfähigen Datennetzes LTE zu rechnen, auch weitere Markenprodukte wie zuletzt das iPhone sind geplant.

Zum angekündigten Aldi-Markteintritt in Italien, der von Österreich aus gesteuert wird, wollte Helm auch aus Konkurrenzgründen "noch nichts konkret sagen". Man sei aber in der "näheren Vorbereitungsphase". Das Team für das Projekt sei bereits zusammengestellt.

Anlass für die Pressekonferenz, an der auch Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) teilnahm, war die Eröffnung eines neuen Bürogebäudes mit über 5.000 Quadratmetern Fläche in GreenBuilding-Standard und Unterschreitung des gesetzlich vorgeschriebenen Energieverbrauches um 27 Prozent. Dort sind zusätzliche 160 Arbeitsplätze vor allem im IT-Bereich und im Prozessmanagement geschaffen worden. In die Erweiterung des Standortes in Sattledt sind im vergangenen und heurigen Jahr insgesamt 38,5 Mio. Euro geflossen, in Filialen in OÖ. weitere über 43 Mio. Euro. Österreichweit wurden 162 Mio. Euro investiert. Der Umsatz 2014 erreichte 3,73 Mrd. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt mehr als 9.000 (2014: plus 14 Prozent). Heuer werden 500 neue aufgenommen. Zur Gruppe Hofer Süd/Ost gehören neben Österreich auch Aldi Ungarn (mehr als 95 Filialen), Hofer Slowenien (mehr als 70) und Aldi Suisse (mehr als 170).

Der Marktanteil von Hofer im Lebensmitteleinzelhandel beträgt laut GfK 20,6 Prozent. Der Anteil ist aber für Helm nicht maßgeblich, vielmehr: "Wir wollen Kundenwünsche erfüllen". Auch sei die Eindimensionalität des Preises vorbei. Es gehe den Kunden auch um gute Qualität und ein gutes Gewissen beim Einkauf. Hofer sieht sich selbst als "Smart-Diskonter": 90 Prozent des rund 1.200 Artikel umfassenden Sortiments seien Eigenmarken, abgerundet werde mit Top-Brands. Es spiegle die Erwartungshaltung des Konsumenten wider: Frischeprodukte und -Backwaren, Regional und Bio.

In Prüfung sei das Bezahlen auch mit Kreditkarten wie bei Aldi und Lidl in Deutschland, auch mit Online-Handel beschäftige man sich. Jedoch nicht vordergründig, weil die Kunden eher in den Geschäften über den Einkauf entscheiden würden, argumentierte Helm.

Ense (APA/dpa) - Neue Hoffnung für den von der Schließung bedrohten Kettcar-Hersteller Kettler: In letzter Minute ist es dem Unternehmen am Freitag gelungen, eine Zwischenfinanzierung von der Heinz-Kettler-Stiftung zu erhalten. Damit kann das Unternehmen die Suche nach potenziellen Investoren fortsetzen.
 

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Neue Hoffnung für Kettcar-Hersteller Kettler

Wien (APA) - Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat in mehreren Zeitungsinterviews am Wochenende Kritik an der Regierung geübt. Beim 12-Stunden-Tag bemängelte er die überhastete Umsetzung ohne Einbindung relevanter Gesprächspartner. Unzufrieden ist er auch mit der Behördenpraxis bei der Abschiebung von gut integrierten Menschen und Familien aus Österreich.
 

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Van der Bellen kritisiert überhastete Umsetzung des 12-Stunden-Tags

New York (APA/dpa) - Das traditionsreiche US-Wirtschaftsblatt "Fortune" wechselt zum zweiten Mal in diesem Jahr den Besitzer. Man habe sich mit dem thailändischen Geschäftsmann Chatchaval Jiaravanon auf einen Kaufpreis in Höhe von 150 Millionen Dollar (123 Mio Euro) in bar geeinigt, teilte die Eigentümergesellschaft Meredith Corporation am Freitag mit. Der Verkauf solle bis Ende 2018 abgeschlossen werden.
 

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Thailändischer Geschäftsmann kauft US-Magazin "Fortune"