Hochtief ringt um Abertis-Übernahme

Essen/Düsseldorf (APA/dpa) - Im Ringen um eine Übernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis ist der deutsche Baukonzern Hochtief noch längst nicht am Ziel. Nachdem vor gut zwei Wochen die EU-Kommission grünes Licht gegeben hatte, fehlt immer noch die seit längerem erwartete Zustimmung der spanischen Börsenaufsicht CNMV.

Erst damit wäre der Startschuss für ein milliardenschweres Bieterrennen gefallen, dessen Ausgang allerdings völlig ungewiss ist. Am Mittwoch wollte Hochtief seine Bilanz vorlegen. Erwartet werden dann auch Aussagen zum Stand der Übernahmepläne.

Eröffnet worden war das Bieterverfahren Ende Oktober mit einem Offert über insgesamt 18,6 Mrd. Euro, mit der das mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehörende deutsche Unternehmen ein Angebot des italienischen Konkurrenten Atlantia von 16,5 Mrd. Euro übertrumpft hatte. Sollte aber Abertis eine Dividende an seine Aktionäre ausschütten, will Hochtief sein Offert dementsprechend reduzieren, wie CNMV am Montag nach Börsenschluss mitteilte.

Kommt es zu einer Bieterschlacht, hatte Atlantia allerdings bereits angedeutet, das Offert noch einmal deutlich erhöhen zu können. Das italienische Unternehmen hat wegen der geplanten Abertis-Übernahme für den 21. Februar eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Sollte Atlantia zum Zuge kommen, würde der größte Mautstraßenbetreiber der Welt aus der Taufe gehoben.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch