H&M, Zara und Gap verzichten künftig auf Mohair

Paris/Arteixo/Stockholm (APA/AFP) - Internationale Modeketten wie H&M, Zara und Gap wollen künftig auf Mohair verzichten. Sie reagieren damit nach eigenen Angaben vom Donnerstag auf ein Video der Tierschutzorganisation Peta, das die Misshandlung von Angoraziegen zeigt. Die Bilder waren auf Mohair-Farmen in Südafrika entstanden.

Die Textilgruppen H&M, Gap, Arcadia (Topshop, Miss Selfridge) und Inditex (Zara, Pull&Bear und Massimo Dutti) gaben bekannt, sie würden ab 2020 kein Mohair mehr in ihren Produkten einsetzen. Das spanische Unternehmen Inditex verurteilte "die grausamen Praktiken auf südafrikanischen Mohair-Farmen, die von Peta ans Licht gebracht wurden". Das nach Angaben der Tierschützer bei zwölf Wollproduzenten entstandene Video zeigt, wie die Angoraziegen an Hörnern und Hufen zur Schur geschleift, am Schwanz hochgezogen und dann auf den Boden geworfen werden.

Der US-Kleiderhersteller Gap betonte, er nehme "die Frage des Tierwohls sehr ernst". Die britische Arcadia-Gruppe äußerte sich besorgt über das Video von Peta. Ein Sprecher des schwedischen Textilkonzerns H&M begründete den Mohair-Verzicht mit den mangelnden Kontrollstandards für die besonders feine und leichte Angorawolle. H&M und Inditex verwenden nach eigenen Angaben nur geringe Mengen von Mohair, die beiden anderen Gruppen machten dazu keine Angaben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro