Hitze - Schäden in Landwirtschaft nicht flächendeckend

Wien (APA) - In Österreich gibt es in einigen Regionen wegen anhaltender Trockenheit Schäden in der Landwirtschaft festzustellen. Die Situation erscheint aber vor allem verglichen zum Hitzesommer 2015 nicht alarmierend, auch wenn es einzelne Landwirte oder einzelne Gebiete freilich hart treffen kann. Mittel aus dem Katastrophenfonds wegen Dürreschäden wie vor drei Jahren sind derzeit jedenfalls kein Thema.

Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es auf APA-Anfrage, dass es Schäden im Bereich des Ackerbaues und auch im Grünland gebe. Hauptbetroffen sind demnach Teile Vorarlbergs, Tirols, Salzburgs, Oberösterreichs und Niederösterreichs. "Erntegespräche bestätigen die heute von der AMA vorgelegten Werte vom Mindererträgen im Bereich von 10 bis 15 Prozent im langjährigen Durchschnitt", so ein Sprecher von Agrarministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). "Kaum oder nur punktuell betroffen sind die Winterfrüchte." Auch ganz zu schweigen vom Wein: Wie ein APA-Rundruf dieser Tage zeigte, wird eine überdurchschnittliche Ernte in guter Qualität erwartet.

Im Grünland sind laut dem Agrarministerium vor allem Betriebe in Oberösterreich, Niederösterreich und ganz besonders Vorarlberg betroffen. "Die Folge ist eine Futtermittelknappheit. Daraus resultierende Zukäufe stellen für viele Betriebe enorme wirtschaftliche Herausforderungen dar." In Vorarlberg komme noch die Problematik des Wassermangels auf den Almen dazu, die zu vorzeitigen Abtrieben führt und die Futtersituation in den Talbetrieben verschärfe. Freilich handelt es nicht die ersten trockenheitsbedingten verfrühten Almabtriebe der Geschichte.

Das Ministerium verwies darauf, dass es hierzulande im Unterschied zu vielen anderen EU-Staaten für die wichtigsten Ackerkulturen und Grünland ein ausgereiftes Versicherungspaket gebe, das auch die Abgeltung von Dürreschäden einschließt. "Vor allem in Niederösterreich und Oberösterreich hat die Dürreindexversicherung der Österreichischen Hagelversicherung bei Weizen gegriffen und die versicherten Landwirte werden bereits entschädigt." Anfang September sind von der Österreichischen Hagelversicherung auch Aussagen im Hinblick auf eine Dürreindexversicherungsentschädigung im Grünland zu erwarten.

Hilfen aus dem Katastrophenfonds sind heuer jedenfalls kein Thema. Einerseits ist die Lage nicht allzu prekär und andererseits gab es 2016 eine dahin gehende Gesetzesänderungen, dass Dürreschäden nicht mehr vom Katastrophenfonds abgegolten werden, sagte der Agrarministeriumssprecher, der auch auf "Unterstützungspakete" verweis, die in den vergangenen zwei Monaten für Land- und Forstwirtschaft beschlossen wurden. So werde die Versicherungssteuer gesenkt, um den Bauern die Vorsorge für Schäden zu erleichtern.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte