Hisense legte Übernahmeangebot für slowenische Gorenje

Velenje (APA) - Der chinesische Elektronikkonzern Hisense hat am Dienstag zur geplanten Übernahme des slowenischen Haushaltsgerätehersteller Gorenje das angekündigte Übernahmeangebot veröffentlicht. Hisense, der bereits knapp 33 Prozent an dem börsennotierten Unternehmen hält, bietet 12 Euro pro Aktie an. Das Angebot läuft am 26. Juni aus.

Das Übernahmeangebot wurde von der Holdinggesellschaft Hisense Luxembourg Home Appliance für die chinesischen Gruppe gelegt. Seitdem am 11. Mai die Übernahmeabsicht veröffentlicht wurde, hat Hisense bereits knapp ein Drittel der slowenischen Firma erworben. Dem angebotenen Übernahmepreis nach ist das gesamte slowenische Unternehmen rund 292 Mio. Euro wert.

Gorenje suchte einen strategischen Partner zur Stärkung seines Geschäfts. Hisense, der zu den weltweit führenden Herstellern von Fernsehgeräten zählt und darüber hinaus u.a. auch Haushaltsgeräte herstellt, wurde unter drei asiatischen Unternehmen ausgewählt, die verbindliche Übernahmeangebote gelegt hatten. Die anderen Bieter waren laut Medienberichten die ebenfalls chinesischen Gruppen Haier und Hefei Meiling.

Bevor die chinesische Gruppe beim slowenischen Unternehmen eingestiegen war, waren die größten Aktionäre der Staatsfonds KAD (16,37 Prozent), die Weltbanktochter IFC (11,8 Prozent) und Panasonic (10,74 Prozent). Der japanische Konzern, der 2013 eingestiegen war, hatte sich Ende 2016 gegen eine Übernahme entschieden, weshalb Gorenje im Vorjahr die Suche nach einem neuen Partner startete. Die IFC soll laut Medienberichten ihren Anteil bereits an Hisense verkauft haben. Der slowenische Staatsfonds darf hingegen seinen Anteil nicht loswerden, weil die staatliche Gorenje-Beteiligung in der Strategie für die Verwaltung des Staatsvermögens nicht zum Verkauf vorgesehen ist.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro