Heumarkt - Schulspenden laut Groß-Unterstützer voll transparent

Wien/Johannesburg (APA) - Das Wiener Heumarkt-Projekt ist um eine Facette reicher: Der Planungssprecher der Wiener Grünen, Christoph Chorherr, hat über einen Verein ein Schulprojekt in Südafrika ins Leben gerufen. Dass auch Immobilienunternehmer dafür gespendet haben, wird nun zum Thema. Wobei die Zuwendungen stets voll transparent waren, wie Finanzberater Willi Hemetsberger (Ithuba Capital AG) am Freitag versicherte.

Hemetsberger ist einer der wesentlichen Unterstützer des Projekts, das in Johannesburg sowie an einem weiteren Standort angesiedelt ist. 500.000 Euro kostet der Betrieb pro Jahr, wie der Unternehmer im Gespräch mit Journalisten darlegte. Er selbst gehöre zu den Spendern, maßgebliche Beträge würden auch von der Bank Austria, dem Bund und der Stadt kommen. "Die Bilanzen sind überprüft, die kann man sich ansehen. Die Spender liegen offen, allein schon aus steuerlichen Gründen", beteuerte er. Alles sei "sauber und effizient".

Er habe selbst zahlreiche Unterstützer gewinnen können: "Ich quäle meine guten Bekannten eigentlich immer damit." Egal, mit wem er geschäftlich zu tun habe, werde diesbezüglich angesprochen - darunter sei auch der Immo-Entwickler Rene Benko gewesen oder ein ihm persönlich bekannter Hedgefondsmanager. Konkret würden die Einnahmen etwa über Auktionen oder Golfturniere lukriert. Dass sich jemand durch eine Spende Vorteile bei Bauprojekten erhoffe, bezweifelt der Schul-Aktivist.

Auch Hochhaus-Investor Michael Tojner wird im Zusammenhang mit dem Verein genannt, nämlich weil er Hemetsberger vor relativ langer Zeit eine Firma verkauft hat. Laut dem Finanzberater handelte es sich um ein Unternehmen, das er 2008 erstanden hat - in dem Jahr, in dem er Chorherr überhaupt erst kennengelernt habe, wir er heute berichtete.

Für Hemetsberger, der unter anderem auf Auftrag des Bundes mit der Abwicklung der Kärntner Hypo betraut war, ist Chorherr das "Hirn der Operation". Die Schulen würden derzeit von 500 Kindern besucht. Sie seien ein Beispiel dafür, worüber in der Migrationskrise alle reden würden: für Soforthilfe. "Das kann man in Nordafrika genauso machen", befand Hemetsberger.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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