Heta - Zwei Gläubigerklagen seit vergangener Woche eingelangt

Nach dem Scheitern des Rückkaufangebots des Landes Kärnten für die Heta-Anleihen hat sich der Streit wieder mehr auf die juristische Ebene verlagert. Sofort nach Bekanntwerden des Scheiterns hatten mehrere Gläubiger Klagen angekündigt, ganz so heftig scheint es in der Realität aber doch nicht zu sein. Denn seit 14. März sind gerade einmal zwei Klagen am Landesgericht Klagenfurt eingebracht worden.

Und auch bei diesen beiden Klagen handelt es sich offenbar nicht um die wirklich großen Brocken, es sei "nichts Großartiges" dabei, verlautete aus dem Gericht. Vergangene Woche hatten ja mehrere Gläubiger angekündigt, das Land Kärnten via Klage zur Zahlung zwingen zu wollen. Die ganz großen Brocken wurden in Klagenfurt aber bisher offenbar nicht eingeklagt, denn laut Auskunft des Landesgerichtes Klagenfurt liegt der Streitwert der insgesamt rund 35 Klagen in der Causa Heta bei gerade einmal 600 Mio. Euro.

"Bei den anhängigen Verfahren handelt es sich großteils um nachrangige Forderungen", sagte Gerichtssprecherin Eva Jost-Draxl auf APA-Anfrage. Diese Klagen wurden im vergangenen Jahr eingebracht, als das Hypo-Sanierungsgesetz einen Teil der Forderungen für erloschen erklärte. Das Gesetz wurde vom Höchstgericht aufgehoben, die Klagen liegen aber weiterhin am Tisch.

Die klagenden Gläubiger gehen unterschiedlich vor. Ein Teil der Klagen richtet sich gegen die Heta als Erstbeklagte, die Kärntner Landesholding und das Land werden als Ausfallsbürgen gleich mitbeklagt. Andere wieder haben die Klagen gegen die Heta und Landesholding bzw. Land getrennt, was wegen der Gerichtsgebühren die teurere Variante ist. Das Landesgericht wird also auch ohne Insolvenzverfahren gegen das Land Kärnten mit der Causa Hypo/Heta genug zu tun haben.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden